Ministerin Schröder sieht Fortschritte bei Frauenquote

by admin on 25. September 2011

Familienministerin Kristina Schröder (CDU) sieht Fortschritte bei der Erhöhung des Frauenanteils in den Management-Etagen der großen Unternehmen. Am 17. Oktober werde sie die Vorstände der 30 größten börsennotierten Unternehmen treffen, und bis dahin werde weitgehend feststehen, welche Quote sich die einzelnen Betriebe setzen, sagte sie der „Welt am Sonntag“. Dazu gehörten auch konkrete Zeitpläne. „Damit setzen die Unternehmen das Prinzip meiner Flexiquote um“, sagte Schröder.
Bei einem Treffen mit Schröder und weiteren Ministern hatten die größten deutschen Konzerne Ende März zugesagt, eigene Vorgaben zur Erhöhung des Frauenanteils in Führungspositionen zu veröffentlichen. Den Stufenplan von Ministerin Schröder lehnten sie allerdings ab. Er sieht in der letzten Stufe eine Pflicht zu einer Quote vor. Schröder kündigte an, sie werde den Gesetzentwurf noch in diesem Jahr vorlegen.
Die Ministerin verteidigte ihren Plan: „Die Zeit der reinen Selbstverpflichtung ist vorbei“, sagte sie der „Welt am Sonntag“. Es müsse eine rechtsverbindliche Verpflichtung für die Führungsebenen geben. „Wer das selbst gesetzte Ziel verfehlt oder sich gar nicht erst eine Quote setzt, muss mit harten Sanktionen belegt werden.“ Die Möglichkeiten reichten von Geldstrafen bis zur Unwirksamkeit von Beschlüssen etwa von Aufsichtsrat- oder Vorstandsbesetzungen.

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