Cyberkriminalität: Schäden allein in Deutschland über 23 Milliarden Euro

by admin on 25. September 2011

Kriminalität im Internet ist kein abstraktes Phänomen und auch die Schäden sind längst nicht mehr nur immateriell. Dem heutigen Hacker reicht es nicht mehr, seine Genialität beim Aushebeln von Sicherheitssystemen unter Beweis zu stellen. Ehre und Ruhm sind zweitrangige Motive geworden, der kriminelle Programmierer ist längst Teil einer organisierten, global tätigen und arbeitsteiligen „Industrie“ im Sektor der Cyberkriminalität geworden, die ihm gutes Geld verspricht. Geld, das anderen durch Computerbetrug aus der Tasche gezogen wird. Und das nicht zu knapp.;Die Schäden durch Cyberkriminalität summieren sich allein in Deutschland auf 23,5 Milliarden Euro. Diese Zahl nennt der Cybercrime Report 2011 der IT-Sicherheitsfirma Norton. Das ist in etwa die Summe, die in Deutschland in diesem Jahr für IT-Hardware und TK-Endgeräte ausgegeben wird. Weltweit beträgt der Schaden laut Norton 79 Milliarden Dollar. Die genannten Zahlen beziehen sich lediglich auf den tatsächlichen Schaden, den die betroffenen Nutzer am eigenen Geldbeutel zu spüren bekommen. Rechnet man die nicht direkt entstandenen Schäden durch Cyberkriminalität hinzu, also etwa die Zeit, die ein Nutzer aufwenden muss, um seinen infizierten und manipulierten Computer wieder herzustellen, so addieren die Experten von Norton zur Gesamtschadensumme noch einmal 171 Milliarden Dollar hinzu.Kriminelle Hacker können sich rühmen, ihrer Industrie phantastische Wachstumsraten zu bescheren. So sind allein in den letzten zwölf Monaten drei Mal mehr Menschen Opfer von Internet-Betrug geworden als von physischen Verbrechen, sagt Adam Palmer. „Cybercrime wird nach wie vor von vielen unterschätzt“, so der Sicherheitsexperte von Norton. Begünstigt wird diese Entwicklung durch eine eigenartige Mischung aus schicksalhafter Ergebenheit und fehlendem Sicherheitsbewusstsein bei den Nutzern. Vor allem die junge Generation der nach 1980 Geborenen, die Millennials, geht erstaunlich gelassen mit dem Phänomen Cyberkriminalität um. Zwei von drei Befragten aus dieser Altersgruppe geben an, dass Cyberkriminalität zu ihrem ganz normalen Alltag gehöre.Dabei sind sie es, die im Fadenkreuz der Online-Angreifer stehen, schreibt der Sicherheitsreport. Smartphones, aktive Nutzer sozialer Netzwerke, Downloads und Online-Einkäufe: Die Millennials bieten genügend Angriffsflächen. „Die Sicherheit beginnt im Kopf“, schreiben die Experten von Norton. Dass sich die Risiken und hohen materiellen Schäden durch den Einsatz von Sicherheitssoftware begrenzen lassen, hat sich eben im Kopf von vielen Nutzern noch nicht festgesetzt.

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