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Category Archives: Gold

PHOENIX-Sendeplan für Freitag, 02. September 2011. Tages-Tipps: 20:15 Farewell, 22:05 Made in Hollywood

Posted on 25. September 2011 by admin
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Bonn (ots) – 05:15
Wer macht mir den Hof? Bäuerinnen auf Partnersuche Film von Gesine Müller, ZDF/2011 “Ich habe viele Frösche geküsst”, sagt Manuela W.. Die attraktive junge Frau zog es nach ihrer Ausbildung zurück auf den elterlichen Hof im Schwarzwald. Doch der idyllische Besitz wird zur Bürde. Die große Liebe scheitert an ihrer Leidenschaft zur Landwirtschaft. Der Film zeigt drei junge Single-Landwirtinnen, die sich aus Verantwortung gegenüber der Familie und aus der Liebe zum Landleben für den Hof entschieden haben, und begleitet sie bei der Partnersuche.
06:00
Traumberuf Bauer? Film von Sven Jaax, NDR/2010 “Alle Bauern fahren dicke Karossen”, “Bauern jammern auf hohem Niveau”, “Bauern stehen vor der Pleite”, “Bauern werden überflüssig”. Es mangelt nicht an Vorurteilen über unsere Landwirte. Aber wie sieht es wirklich aus auf Norddeutschlands Höfen? Autor Sven Jaax hat sich auf Spurensuche in Schleswig-Holstein, Mecklenburg-Vorpommern und Niedersachsen begeben. In seinem Film erzählt er von den schönen Seiten der Landarbeit und zeigt: Das Ackern für den Norden kann sich richtig lohnen. Die Dokumentation schildert aber auch die Probleme, Alltagsnöte und Nachwuchssorgen der Bauern.
06:45
Leuchtendes Land Dänemark von Skagen bis Bornholm Film von Claudia Buckenmaier, ARD-Studio Stockholm, PHOENIX/2009 “Hyggelig” heißt keineswegs “hügelig”, sondern “gemütlich” – und dieser Begriff spielt eine große Rolle in Dänemark. Fast die Hälfte der knapp viereinhalb Millionen Dänen lebt im Großraum Kopenhagen. Das Leben in den kleineren Städten und auf dem Land ist trotz des Wirtschaftsbooms der vergangenen Jahre beschaulich geblieben, die Architektur wie aus dem Bilderbuch. Dazu gibt es tausende Kilometer schönster Strände an Nord- und Ostsee. Skandinavien-Korrespondentin Claudia Buckenmaier und ihr Team nahmen sich viel Zeit, um im Sommer das Land zwischen den Meeren zu bereisen.
07:30
Flick 1/2: Der Aufstieg Film von Thomas Fischer Keine Familie verkörpert das Zusammenspiel zwischen Wirtschaft und Politik so wie die Flicks. Kaum eine Familie hat größeren Einfluss auf die deutsche Politik im 20. Jahrhundert genommen und größeren Nutzen daraus gezogen. Der erste Teil dokumentiert den Aufstieg Friedrich Flicks vom Siegerländer Bauernjungen zu einem der reichsten Männer des Deutschen Reiches bis zu seiner Verurteilung im Nürnberger Prozess 1947. Im Mittelpunkt steht das Verhör, das Eric Kaufman zur Vorbereitung des Nürnberger Prozesses mit Flick geführt hat.
08:15
Flick 2/2: Das Erbe Film von Thomas Fischer, SWR/2010 Der zweite Teil erzählt von Friedrich Flicks Haft in Landsberg, seinem Aufstieg zu einem der reichsten Männer Deutschlands und vom Scheitern seines Plans, die Söhne als Nachfolger einzusetzen und so eine Dynastie zu begründen.
09:00
Mythen der Südsee 5/5: Reisen in Raum und Zeit Film von Thorolf Lipp, BR/2005
THEMA: Von Eltern und Kindern
09:45
Papa – Allein zu Haus Väter mit Doppelbelastung Film von Rita Knobel-Ulrich, NDR/2011 Wie kriegen allein erziehende Männer Vollzeitjob im Schichtbetrieb, Kinder und Haushalt unter einen Hut? Holger W. kann inzwischen mit einem “Affenzahn” Kartoffeln schälen, ein aufgeschlagenes Knie verarzten, den Angestellten seiner kleinen Softwarefirma per Telefon den richtigen Rat geben und einen Kundenbesuch am Nachmittag verabreden. Der Mann hat vier Kinder, ist geschieden und muss alles unter einen Hut bekommen: Kinder, Beruf, Haushalt. Dokumentation von Rita Knobel-Ulrich, NDR/2011
10:30
KINDERleben Konsequenzen aus Kevins Tod Film von Florian von Stetten, WDR/2011 Der zweijährige Kevin wurde tot im Kühlschrank seines Stiefvaters gefunden. Fünf Jahre ist das her. Kevin hatte unter der Amtsvormundschaft des Bremer Jugendamtes gestanden. Wie konnte so etwas geschehen? Ein Aufschrei ging damals durch das Land. Ein Aufschrei, der sich in vergleichbaren Fällen wiederholt: Nie mehr soll so etwas passieren dürfen. Doch was hat sich seitdem wirklich verändert? Der Film beobachtet die Jugendarbeit in Bremen fünf Jahre nach dem tragischen Tod von Kevin. Dokumentation von Florian von Stetten, WDR/2011
11:15
Mit 15 ein Baby.. zehn Jahre später Film von Carolin Appelbaum, WDR/2010 Wie kriegen allein erziehende Männer Vollzeitjob im Schichtbetrieb, Kinder und Haushalt unter einen Hut? Holger W. kann inzwischen mit einem “Affenzahn” Kartoffeln schälen, ein aufgeschlagenes Knie verarzten, den Angestellten seiner kleinen Softwarefirma per Telefon den richtigen Rat geben und einen Kundenbesuch am Nachmittag verabreden. Der Mann hat vier Kinder, ist geschieden und muss alles unter einen Hut bekommen: Kinder, Beruf, Haushalt. Dokumentation von Rita Knobel-Ulrich, NDR/2011
Ende THEMA: Von Eltern und Kindern
12:00
Aktuelles
u. a. mit:
Eröffnung des neuen Ausbildungsjahres Festrede von Angela Merkel (Bundeskanzlerin) Berlin
anschl.
Herbstklausur der Bundestagsfraktion von B’90/Grüne Abschluss-Pressekonferenz mit Renate Künast, Jürgen Trittin (Fraktionsvorsitzende) Berlin
THEMA: Sportgeschichten
12:30
Die sieben Geheimnisse des deutschen Fußballs Film von Laurens Form, Johanna Kaack, Stefan Mausbach, u.a., ZDF/2010 “König Fußball” ist der umsatzstärkste und meistübertragene Sport in Deutschland, doch in seiner Geschichte gibt es noch immer weiße Flecken – über die von Seiten der Verbände lieber Stillschweigen bewahrt wird. ZDF-History präsentiert sieben kaum bekannte Episoden aus der Geschichte des deutschen Fußballs. Moderation: Guido Knopp, ZDF/2010
13:15
Vor 30 Jahren – I love jogging Film von Ulrich Kaiser, ZDF/2011 Massenveranstaltungen, zu denen die Lauf-Gurus rufen und nicht schlecht dabei verdienen, sind in Mode geraten – wer läuft, ist gesund, und wer gesund ist, ist schick. Wie gesagt: Der Sportspiegel “I love jogging” hat im Grunde genommen überhaupt nichts gegen diese Bewegung – nur ein bisschen gegen ihre Ausuferungen. Dokumentation von Ulrich Kaiser, ZDF/2011
14:00
Legende unter weißen Segeln Mit der Sea Cloud in der Karibik Film von Thomas Radler, ZDF/2008 Die “Sea Cloud”, die “Königin der Segelschiffe”, 1931 in Kiel als Privatyacht gebaut, hat gerade mal Platz für 60 Passagiere. Für diese ist eine Reise auf der “Sea Cloud” durch die Karibik von Antigua über viele “Pirateninseln” dann auch ein einmaliges Erlebnis. Der Großsegler kann Ankerplätze ansteuern, die herkömmlichen Kreuzfahrtschiffen aufgrund ihrer Größe versagt sind. Dokumentation von Thomas Radler, ZDF/2008
14:15
ZDF-History: Gold um jeden Preis Sport im geteilten Deutschland Moderation: Guido Knopp ZDF/2010 Sie galten als Symbolfiguren für die Leistungsfähigkeit von Gesellschaftssystemen: Spitzensportler während der Zeit der deutschen Teilung. Auf beiden Seiten der Mauer wurde mit massivem Aufwand versucht, besser dazustehen als der Klassenfeind. Milliarden Ost- und Westmark flossen in die Sportförderung, hunderte Lebensläufe junger Deutscher wurden auf Höchstleistung ausgerichtet, Sportärzte ersannen immer effizientere Dopingmethoden. Fast alle Sportler genossen die ihnen gewährten Privilegien, doch viele litten auch unter dem Leistungsdruck und hatten gesundheitliche Probleme. Moderation: Guido Knopp, ZDF/2010
Ende THEMA: Sportgeschichten
15:00
Aktuelles zur Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern Schwerin (VPS 17:30)
u. a. mit:
Sommer, Sonne, Stimmenfang Turbowahlkampf im Nordosten Film von Karin Janke, Claus Tantzen, NDR/2011
17:30
Aktuelles (VPS 17:30)
u. a. mit:
Herbstklausur der Bundestagsfraktion von B’90/Grüne Abschluss-Pressekonferenz mit Renate Künast, Jürgen Trittin (Fraktionsvorsitzende) Berlin
anschl.
Sommerklausur der SPD-Bundestagsfraktion Abschluss-Statement mit Frank-Walter Steinmeier (SPD, Fraktionsvorsitzender) Berlin
anschl.
Tag des deutschen Handwerks Pressekonferenz mit Philipp Rösler (FDP, Bundeswirtschaftsminister) und Otto Kentzler (Präsident Zentralverband Deutsches Handwerk) Berlin
18:00
Großes Fest zum kleinen Preis Hochzeit im polnischen Schloss Film von Michael Höft, ZDF/2011 Heiraten ist wieder in, und wenn zwei sich das Ja-Wort geben, dann darf es bei der Feier gern ein bisschen mehr sein. Zu diesem besonderen Tag gehören für viele Paare nicht nur weißes Kleid und Blumenstrauß. Auch ein Hauch von Prunk und Pomp wird gewünscht – und warum nicht gleich ein Märchenschloss, um sich für einen Tag wie Prinz und Prinzessin zu fühlen? Nur: Welcher deutsche Normalverdiener kann sich so viel Glamour leisten? Doch es gibt preisgünstige Alternativen: in Osteuropa etwa, wo die Kosten für das Fest im Traumschloss noch erschwinglich sind. Immer mehr Paare nutzen solche Angebote und feiern den “schönsten Tag im Leben” bei unseren Nachbarn in Polen oder Tschechien.
18:30
Flick 1/2: Der Aufstieg Film von Thomas Fischer Keine Familie verkörpert das Zusammenspiel zwischen Wirtschaft und Politik so wie die Flicks. Kaum eine Familie hat größeren Einfluss auf die deutsche Politik im 20. Jahrhundert genommen und größeren Nutzen daraus gezogen. Der erste Teil dokumentiert den Aufstieg Friedrich Flicks vom Siegerländer Bauernjungen zu einem der reichsten Männer des Deutschen Reiches bis zu seiner Verurteilung im Nürnberger Prozess 1947. Im Mittelpunkt steht das Verhör, das Eric Kaufman zur Vorbereitung des Nürnberger Prozesses mit Flick geführt hat.
19:15
Flick 2/2: Das Erbe Film von Thomas Fischer, SWR/2010 Der zweite Teil erzählt von Friedrich Flicks Haft in Landsberg, seinem Aufstieg zu einem der reichsten Männer Deutschlands und vom Scheitern seines Plans, die Söhne als Nachfolger einzusetzen und so eine Dynastie zu begründen.
20:00
TAGESSCHAU (ARD) mit Gebärdensprache
20:15
Tages-Tipp Farewell 1/2: Agent der Rache Film von Jean-Francois Delassus, ZDF/2009
21:10
Farewell 2/2: Spion des Jahrhunderts Film von Jean-Francois Delassus, ZDF/2009
22:05
Tages-Tipp Made in Hollywood Film von Anne Feinsilber, ARTE/2010
23:00
DER TAG u.a. mit “Augstein und Blome”
00:00
IM DIALOG Michael Krons mit Prof. Harald Lesch
THEMA: Vulkane
00:30
Krakatau Ein Vulkan verändert die Welt Film von Jeremy Hall, ZDF/2005 Die Explosion des Krakatau am 27.08.1883 war einer der gewaltigsten Vulkanausbrüche der Neuzeit und eine Katastrophe globalen Ausmaßes. Auf den umliegenden indonesischen Inseln starben über 35.000 Menschen durch die verheerende Flutwelle, die der Ausbruch verursachte. Die Dokumentation rekonstruiert die dramatischen Ereignisse vor und nach der Explosion. Mit fesselnden Spielszenen und atemberaubenden Computeranimationen zeichnet sie die genaue Chronik der Katastrophe nach.
01:15
Die Feuerwolke vom Mt. Pelée Film von Frances Barrigan, NDR/2004 Am 3. Mai 1902 tötete der Vulkan Mont Pelée in der Karibik 29.000 Menschen durch eine Feuerwolke. Es gab jedoch weder Lavaströme noch einen Ascheregen. Für die Zeitgenossen ein Rätsel. Der Film rekonstruiert die dramatischen Ereignisse vor mehr als einhundert Jahren. Er zeigt, wie es zu der Katastrophe kommen konnte und wie sich daraus eine neue Wissenschaft entwickelte: die Vulkanologie.
02:00
Island – Bedrohtes Paradies Film von Claudia Buckenmaier, ARD-Studio Stockholm, PHOENIX / NDR/2010 Die ARD-Korrespondentin Claudia Buckenmaier fragt in ihrem Film: Umweltpolitik – ist sie in Zeiten der Wirtschaftskrise ein Luxus? Oder eine Chance? Die Meinungen in Island gehen auseinander. Omar Ragnarsson ist eine Ikone der isländischen Umweltbewegung. Der im ganzen Land bekannte Fernsehjournalist hing seine Arbeit an den Nagel und wurde Aktivist. Er sagt, viele Isländer wüssten gar nicht, welche Schätze verloren gingen, wenn sie der Zerstörung keinen Einhalt geböten.
02:45
Santorin Ein teuflischer Platz Film von Samuel Schirmbeck, HR/2005 Santorin, so begeistert sich der Athener Künstler Jorgos Stronis, sei “ein teuflischer Platz”. Die Glut in den Farben des Vulkangesteins inspiriere ihn zu Bildern und Melodien, die er nur hier so erschaffen könne. Vulkanische Erde, himmlisches Licht, kostbarer Wein: Die Künstler Santorins sind davon hingerissen und die Köche und Kellermeister der Gaststätten und Winzereien sehen sich zu Meisterleistungen herausgefordert.
03:30
An den Hängen des Ätna Leben auf dem Vulkan Film von Norbert Nepaschink, Roland Mayer, NDR/2003 Etwa eine Million Menschen leben am Ätna, Europas größtem und aktivstem Vulkan. Respekt- und liebevoll wird er Mongibello, Berg der Berge genannt. Respektvoll, weil der aktivste und größte Vulkan Europas zwar als gutmütig gilt, aber letztlich doch unberechenbar ist. Liebevoll, weil das Zusammenspiel von Klima, Vulkanboden und Wasserreichtum zu Füßen des Vulkans eine der fruchtbarsten Landschaften Europas entstehen ließ. Wie die Menschen zwischen Fluch und Segen am Ätna leben, zeigt der Film und stellt eine Region voller Gegensätze vor.
04:15
Pompeji – Der letzte Tag Film von Peter Nicholson, Ailsa Orr, NDR/2004 Am 24. August 79 n. Chr. brach der Vesuv aus. Die Stadt Pompeji wurde unter einer dicken Schicht von Asche und Bimsstein begraben. Erst vor rund 250 Jahren wurden die Ruinen wieder entdeckt. Für Archäologen und Kunsthistoriker eine Sensation, da viele Häuser, Mosaiken und Kunstgegenstände erhalten geblieben sind. Der Film rekonstruiert das dramatische Geschehen vom ersten Ausbruch des Vulkans bis zur Zerstörung Pompejis.
05:00
Der Bosumtwi-Meteorit Forschungen am Kratersee Film von Manfred Suttinger, RBB/2005 Wenn ein großer Meteorit aus dem All auf die Erdoberfläche schlägt, kommt es zu einer unvorstellbaren Naturkatastrophe. Vor einer Million Jahre geschah so ein Unglück im westafrikanischen Ghana. Ein internationales Forscherteam untersucht nun vor Ort, welche Folgen für die Umwelt daraus entstanden sind. Durch den Einschlag wurde alles Leben zerstört und musste hier wieder bei Null anfangen.
05:45
Java – Vulkaninsel zwischen Mythos und Moderne Film von Ute Werner, SR/2007 “Die Milchstraße des Meeres” wird Indonesien genannt – mehr als 18.000 Inseln “sprenkeln” den Indischen Ozean. Sie sind Teil des “Rings aus Feuer” mit etwa 150 aktiven Vulkanen. Die Menschen profitieren von der fruchtbaren Erde an den Hängen der Feuerberge, andererseits leben sie in ständiger Gefahr vor Ausbrüchen und Erdbeben. Java ist die zentrale Insel des indonesischen Archipels, hier liegt auch die Hauptstadt Jakarta. Rund 30 Vulkane gibt es auf Java, die ertragreichen Vulkanascheböden ernähren rund 122 Millionen Menschen, das sind rund 60 Prozent der indonesischen Bevölkerung.
Originaltext: PHOENIX Digitale Pressemappe: http://www.presseportal.de/pm/6511 Pressemappe via RSS : http://www.presseportal.de/rss/pm_6511.rss2
Pressekontakt: PHOENIX-Kommunikation Pressestelle Telefon: 0228 / 9584 190 Fax: 0228 / 9584 198 pressestelle@phoenix.de

Categories: Gold

PHOENIX Sendeplan für Sonntag, 4. September 2011 Tages-Tipps: 21:00 Europas Urwälder 21:45 Erstausstrahlung Karlchens große Fahrt

Posted on 25. September 2011 by admin
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Bonn (ots) – Sendeablauf für Sonntag, 04. September 2011
04:25
Allein im All? Film von Gideo Brandshaw, BBC/2008 Gibt es eine zweite Erde? Auf der Suche nach erdähnlichen Planeten sind Wissenschaftler fündig geworden. 20 Lichtjahre von der Erde entfernt, in der Milchstraße, befindet sich der Planet Gliese 581c. Untersuchungen zeigen, dass es dort Wasser und somit Leben geben könnte. Der Film geht der Frage nach, ob es noch andere Welten gibt, die der unseren ähnlich sein könnten und begleitet Forscher auf ihrer Suche nach Leben außerhalb unseres Sonnensystems.
05:10
Kometen – Boten aus dem All Film von Michael Lachmann, BBC/2007 Kometen: Silberstreif am Himmel oder Vorboten des Unheils? Unsere Vorfahren fürchteten sich vor mysteriösen, leuchtenden Erscheinungen am Himmel und hielten sie für Zeichen der Götter. Heute erforscht die moderne Wissenschaft die fliegenden Gesteinsbrocken und ihren Ursprung. Dieser Film zeigt, wie die Wissenschaft heute Kometen erforscht – und warum unsere Urahnen vielleicht gar nicht so falsch lagen, wenn sie diese Boten aus dem All fürchteten…
05:55
Mond zu verkaufen Film von Nick Davidson, BBC/2007 Möchten Sie sich ein Grundstück auf dem Mond kaufen? Es klingt absurd, doch der Verkauf via Internet scheint ein äußerst lukratives Geschäft zu sein. Aber woher rührt das neu erwachende Interesse am Erdtrabanten? Der Mond ist bisher der einzige fremde Himmelskörper, der je von Menschen betreten wurde, doch die Aufmerksamkeit der Wissenschaft war in den letzten Jahren eher gering. Das allerdings könnte sich nun ändern: Dieser Film erklärt, wie der Mond in Zukunft unsere Energieproblematik lösen könnte und warum die USA, Russland und China bereits für ein zweites Wettrennen ins All rüsten…
06:40
Sternwarte in der Wüste Film von Klaus Weidmann, PHOENIX / SWR/2004
06:45
Aufbruch ins All 1/2: Der Wettlauf der Supermächte Film von Hildegard Werth, ZDF/2009
07:30
Zukunft im All 2/2: Von der Raumstation zum Mars? Film von Hildegard Werth, ZDF/2009
08:15
THEMA: Deutsche Afrikaner
08:15
Die Tierärzte vom Kilimanjaro 1/3: Eine Farm in Afrika Film von Wolfgang Wegner, Wolf Lengwenus, NDR/2009
09:00
Die Tierärzte vom Kilimanjaro 2/3: Die Reise in die Serengeti Film von Wolfgang Wegner, Wolf Lengwenus, NDR/2009
09:45
Die Tierärzte vom Kilimanjaro 3/3: Verliebt in Tansania Film von Wolfgang Wegner, Wolf Lengwenus, NDR/2009
10:30
Mama Massai Als Missionarin am Kilimandscharo Film von Manfred Uhlig, NDR/2009
11:00
Drakensberge – uKhahlamba, Südafrika Drachen, Regenmacher und der Macht der Götter Film von Rüdiger Lorenz, Faranak Djalali, SWR/2009
Ende THEMA: Deutsche Afrikaner
11:15
IM DIALOG Michael Krons mit Harald Lesch
11:50
“Augstein und Blome” Mit Jakob Augstein (der Freitag) und Nikolaus Blome (BILD-Zeitung) Gäste: Jakob Augstein, der Freitag, Nikolaus Blome, BILD Berlin
12:00
PRESSECLUB (ARD) Abgesang auf die FDP – Wie lange halten die Liberalen durch? Mit Tissy Bruns (Tagesspiegel), Markus Feldenkirchen (Der Spiegel), Tina Hildebrandt (Die Zeit) und Heribert Prantl (Süddeutsche Zeitung) – live von der IFA Berlin. Moderation: Volker Herres
12:45
PRESSECLUB NACHGEFRAGT Abgesang auf die FDP – Wie lange halten die Liberalen durch? Mit Tissy Bruns (Tagesspiegel), Markus Feldenkirchen (Der Spiegel), Tina Hildebrandt (Die Zeit) und Heribert Prantl (Süddeutsche Zeitung) – live von der IFA Berlin. Moderation: Volker Herres
13:00
Tages-Tipp KAMINGESPRÄCH Elmar Theveßen im Gespräch mit Präses Nikolaus Schneider
14:00
HISTORISCHE EREIGNISSE 06.09.1991 – Leningrad heißt wieder Sankt Petersburg
14:00
Die Stadt der Romanows 300 Jahre Sankt Petersburg Film von Malgorzata Bucka und Gudrun Ziegler, ZDF/2003 Die Stadt an der Newa ist die Stadt der Romanows. Zar Peter I. hatte im Nordischen Krieg die Newa-Mündung erobert, die seit 1617 im Besitz der Schweden war. Der Weg zur Ostsee und zum Baltikum war endlich wieder frei. Um das Errungene zu sichern, beschloss Peter I. eine Festung zu errichten. Wenig später war bereits von einer neuen Hauptstadt die Rede. 1703 wurde der Grundstein für Sankt Petersburg gelegt. Die Nachkommen des Zaren haben die Stadt verschönt, erweitert, modernisiert. Es waren vor allem Elisabeth, Peters Tochter, und Katharina die Große, deren Baueifer kaum Grenzen zu kennen schien. Die Zaren des 19. Jahrhunderts trugen durch weitere Monumentalbauten zum heutigen Bild der Stadt bei.
15:30
Sankt Petersburg – Die Stolze Film von Anne Gelinek, ZDF/2011 “Ich bin Petersburgerin von ganzem Herzen und möchte immer in dieser Stadt leben”, sagt die 20-jährige Fürstin Warwara Gagarina, aber St. Petersburg liegt in Russland. Und ob ich für immer in Russland leben möchte, das habe ich noch nicht entschieden. Warwara ist ein selbstbewusstes Kind der Perestroika, geboren in dem Jahr, in dem die Sowjetunion aufhörte zu existieren. Die junge Adlige wuchs in einem Petersburg auf, das sein Comeback auf der Weltbühne feiert und am liebsten vergessen möchte, dass es zwischenzeitlich Leningrad hieß. ZDF-Korrespondentin Anne Gellinek zeigt, wie die Menschen an der Newa leben und feiern, aber auch, wie sie sich den Herausforderungen der neuen Ära stellen.
16:30
Vor 30 Jahren: Auto verrückt Film von Wolfgang M. Ebert, ZDF/2011
17:00
Wildnis im Schatten des Tourismus Film von Martina Treusch, NDR/2010 Was passiert mit den Pflanzen und Tieren, wenn die Touristen in Scharen in die geschützten Naturlandschaften der Küste kommen? Der Film begibt sich auf die Fährte der Touristen durch die schönsten Erholungsgebiete an Mecklenburg-Vorpommerns Ostseeküste.
17:30
Tages-Tipp Wahl 2011 Aktuelles zur Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern (VPS 17:30)
18:30
Aufbruch ins All 1/2: Der Wettlauf der Supermächte Film von Hildegard Werth, ZDF/2009
19:15
Zukunft im All 2/2: Von der Raumstation zum Mars? Film von Hildegard Werth, ZDF/2009
20:00
TAGESSCHAU (ARD) mit Gebärdensprache
20:15
Europas Urwälder 1/5: Unberührtes Lappland Film von Svea Andersson, Ute Gebhardt, Ralf Kaiser, u.a., ZDF / ARTE/2010 Es gibt sie noch, die letzten grünen Paradiese Europas – ursprüngliche Wälder, die noch nicht von Menschen verändert wurden. Die fünfteilige Reihe widmet sich Europas Urwäldern mit ihrer einzigartigen Flora und Fauna, ihren Mythen und ihrer märchenhaften Schönheit. Der erste Teil führt hoch in den Norden. Am Polarkreis, im schwedischen Teil Lapplands, befindet sich der Muddus Nationalpark, Heimat von Rentieren, Elchen, Braunbären, zahlreichen seltenen Vögeln und der ältesten Kiefer Schwedens. Den größten Teil des Muddus haben Menschen noch nie betreten. Hier ist ein besonderes Naturschauspiel zu beobachten: Im Herbst erstrahlen Bäume und Moose in Goldgelb und Tiefrot – “Indian Summer” am Polarkreis.
21:00
Tages-Tipp Europas Urwälder 2/5: Bayerns neue Wildnis Film von Svea Andersson, Ute Gebhardt, Ralf Kaiser, u.a., ZDF / ARTE/2010 “Ja, das ist ein Urwald, ein neuer Urwald, zu dessen Geschichte eben auch 150 Jahre menschlicher Nutzung gehören”, sagt Nationalparkleiter Karl Friedrich Sinner. Die Wildnis ist zurückgekehrt in den Bayerischen Wald. Seit mehr als 40 Jahren wird die Natur hier wieder sich selbst überlassen. Der Mensch greift selbst in extremen Situationen nicht ein, auch dann nicht, als beispielsweise vor 15 Jahren Hunderte Hektar Fichtenwald unter dem Massenangriff des Borkenkäfers starben. Heute ist ein neuer Wald sichtbar: Aus der einstigen Monokultur entstand ein einzigartiger Mischwald, vielfältig, bunt und artenreich.
Erstausstrahlung
21:45 Tages-Tipp Karlchens große Fahrt Eine Traumreise durch Böhmen Film von Danko Handrick, ARD-Studio Prag, PHOENIX/2011 Einst war er das Feriengefährt einer ganzen Nation: Zigtausende Tschechen brachte der Skoda 120 jedes Jahr in den Urlaub an den Lipno-Stausee oder in den Böhmerwald. Heute schlummern die letzten ihrer Art hinter Reifenstapeln dem Autohimmel entgegen. So wie unser Karlchen. Wir haben ihn noch einmal hervorgeholt – für eine letzte große Sommerreise auf den Wegen seiner Jugend.
22:30
Wildnis im Schatten des Tourismus Film von Martina Treusch, NDR/2010 In Scharen zieht es die Menschen in den Sommermonaten zur Erholung an die Küsten. Was aber passiert mit den Pflanzen und Tieren, wenn die Touristen alljährlich in die geschützten Naturlandschaften kommen? Der Film begibt sich auf die Spuren der Touristen in die schönsten Erholungsgebiete an Mecklenburg-Vorpommerns Ostseeküste.
23:00
Wahl 2011 Aktuelles zur Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern
23:30
Die Sprit-Abzocke Wie Mineralölkonzerne Kasse machen Film von Alexander Czogalla, ZDF/2011 Jedes Jahr das gleiche Spiel, jedes Jahr der gleiche Ärger: Pünktlich zum Ferienbeginn, wenn die Deutschen mit dem Auto in die langersehnten Sommerurlaub reisen, steigen die Benzinpreise. Mitunter ziehen sie sogar mehrfach am Tag an. Verbände wie der ADAC und der Auto Club Europa (ACE) vermuten seit langem: Die Mineralölkonzerne treffen untereinander Preisabsprachen, um beim Geschäft an der Tanksäule kräftig mitzuverdienen. Wie kommt der Benzinpreis denn nun zustande und wer verdient alles am Milliardengeschäft?
00:00
KAMINGESPRÄCH Elmar Theveßen im Gespräch mit Präses Nikolaus Schneider
01:00
Vor 30 Jahren: Auto verrückt Film von Wolfgang M. Ebert, ZDF/2011
01:35
Im Fadenkreuz der Attentäter General De Gaulle Film von Philip Nugus, Jonathan Martin, BBC/2007 Am 22. April 1961 kam es in Algier zu einem regierungsfeindlichen Putsch der im Januar 1961 gegründeten ultrakolonialistischen terroristischen Organisation der Geheimarmee und fünf französischen Generälen. Sie verhängten den Belagerungszustand über das Land. Eine parallele Aktion in der Hauptstadt Paris konnte gerade noch durch die Verhaftung vereitelt werden. Die “Generalrevolte” von Algier brach jedoch nach drei Tagen zusammen, da ihr die Mehrheit der Armee die Gefolgschaft verweigerte. Die sozusagen letzte Aktion der Ultras, um genauer zu sein der OAS, die schon fast als Verzweiflungstat bezeichnet werden kann, ereignete sich am Abend des 9. Septembers 1961. Die OAS verübte einen Bombenanschlag auf General de Gaulle, der nur durch einen technischen Defekt an Plastikbombe verschont wurde. (VPS 01:30)
02:00
Im Fadenkreuz der Attentäter Che Guevara Film von Jonathan Martin, Nicolas Wright, BBC/2007 Im November 1966 begibt sich der kubanische Nationalheld Che Guevara als Revolutionär nach Bolivien. Eine 44köpfige Guerillatruppe begleitet ihn, doch ihr Kampf steht in diesem Land von Anfang an unter keinem guten Stern. (VPS 01:55)
02:25
Im Fadenkreuz der Attentäter Zia ul-Haq Film von Philip Nugus, Jonathan Martin, BBC/2007 (VPS 02:20)
02:50
Im Fadenkreuz der Attentäter Martin Luther King Film von Jonathan Martin, Nicolas Wright, BBC/2007 Am 18. März 1968 kam King in nach Memphis und sprach auf mehreren Veranstaltungen. Am 28. März fand eine große Demonstration statt. Diese endete in Gewalt, als vor allem College-Studenten ihre mitgebrachten Schilder nutzten, um damit Schaufensterscheiben von Geschäften einzuschlagen. Die Stadt erwirkte ein gerichtliches Verbot für King, Memphis zu betreten. Die “Southern Christian Leadership Conference” verhandelte mit den Verantwortlichen, um eine Demonstration am 5. April möglich zu machen. King kehrte nach Memphis zurück. Am 4. April einigten sich die Beteiligten auf einen Protestmarsch am 8. April. Am Abend des 4. April 1968 wurde Martin Luther King auf dem Balkon des Lorraine Motels erschossen. Die genauen Umstände der Tat sind bis heute ungeklärt.
03:15
Brennpunkt Dallas Attentat auf JFK Film von Robert Erickson, PHOENIX / Discovery/2004
04:00
Der Fall Richthofen Wer erschoss den Roten Baron Film von James Younger, PHOENIX / Discovery/2004 Manfred Albrecht Freiherr von Richthofen galt während des Ersten Weltkrieges als der erfolgreichste deutsche Jagdflieger. Freunde und Feinde nannten ihn respektvoll den “Roten Baron”. Am 21. April 1918 hob er zu seinem letzten Einsatz ab. Wer tötete den “Roten Baron”? Mit Hilfe moderner kriminologischer Untersuchungsmethoden klärt ein Expertenteam, wer tatsächlich den entscheidenden Treffer erzielte.
04:40
Die letzte Fahrt der Wilhelm Gustloff Discovery – Die Welt entdecken Film von James Younger und Robert M. Wise, PHOENIX / Discovery/2004
05:20
Mumien Rätselhafte Zeugen der Zeit Film von Ian Duncan, PHOENIX / Discovery/2001
Originaltext: PHOENIX Digitale Pressemappe: http://www.presseportal.de/pm/6511 Pressemappe via RSS : http://www.presseportal.de/rss/pm_6511.rss2
Pressekontakt: PHOENIX-Kommunikation Pressestelle Telefon: 0228 / 9584 192 Fax: 0228 / 9584 198 pressestelle@phoenix.de

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Altkanzler Gerhard Schröder will es allen zeigen

Posted on 25. September 2011 by admin
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Seit sechs Jahren ist Gerhard Schröder nicht mehr Bundeskanzler. Hat er sich kaufen lassen? Darf Merkel ein dekolletiertes Abendkleid tragen? Der Altkanzler antwortet privat.Welt am Sonntag: Wenn Sie mit Ihrem Rücktritt gedroht haben, haben Sie es so gemeint?Gerhard Schröder: Nein. Es war ein Instrument.Er trägt einen Mantel, es ist kühl. Er ist es auch. Ohne ein Lächeln, umrahmt von zwei Sicherheitsleuten, läuft er den Bahnsteig entlang, streckt noch in Bewegung die Hand aus, kurz vorm Abbremsen: “Schröder”. Er nimmt eine Hand entgegen – “Guten Tag”.Dann dreht er sich weg. Bis der Zug eintrifft, ein paar Minuten später: Rücken. Gespräch mit seiner Büroleiterin, haste dieses gelesen, haste jenes gehört. Von hinten wirkt er überraschend klein.”Na, dann schaun wir mal, was der Alfons heute so für mich gekocht hat”, sagt er im Bordrestaurant. Es gibt bei der Bahn in diesen Wochen Klassiker der deutschen Küche nach Rezepten von Alfons Schuhbeck, das ist einer der vielen Fernsehköche und für Schröder “der Alfons”. “Suchen Sie sich was aus, ich lad’ Sie ein, das dürfen Sie ruhig annehmen.” Er nimmt Leberkäse de luxe. “Nun sagen Sie mal, was Sie von mir wollen.”Schröder sieht aus wie Schröder, nur noch schröderiger. Das muss an den Karikaturen von früher liegen, in die er irgendwie hineingealtert ist. Seine Daten sind die gleichen: 1,74 Meter, Augenfarbe Blau, geboren am 7. April 1944.Der Zug fährt von Hannover nach Mannheim, von dort aus geht es weiter mit dem Auto, in Heidelberg wird Gerhard Schröder heute das Deutsche Krebsforschungszentrum besuchen. Grund: Jahresempfang des Vorstandes, Schröder ist Beirats-Mitglied.Wir fahren an Göttingen vorbei – “Da habe ich studiert. Das wissen Sie, oder?” -, essen auf, gehen ins Abteil. Wir halten in Kassel-Wilhelmshöhe und lesen Zeitung. Gerhard Schröder schläft ein, fast unmerklich, ohne nur ein winziges bisschen Körperspannung zu verlieren. Ich sehe ihn mir an. Er war sieben Jahre und 27 Tage Kanzler – auf Plakaten, im Fernsehen, in Zeitungen. Und rund um die Uhr konnte man sehen: Er war es richtig gerne.Zuvor war er auch schon gerne Kanzlerkandidat, Ministerpräsident, Juso-Vorsitzender, er war der, der am Zaun des Kanzleramts rüttelte und brüllte: “Ich will hier rein!” Er hatte gerne die Macht, über Deutschland, nicht mal halb so lange wie Helmut Kohl, aber vielleicht doppelt so laut. Er war ein sehr guter Kämpfer, ein guter Gewinner. Und ein wirklich schlechter Verlierer. Und jetzt?Heute ist er ein viel beschäftigter Veteran. Schröder hat ein Büro mit fünf Mitarbeitern in Berlin und eine Rechtsanwaltspraxis in Hannover. Er ist Berater des Schweizer Verlagshauses Ringier und Vorsitzender des Aktionärsausschusses der europäisch-russischen Gesellschaft Nord Stream AG, deren Mehrheitseigentümer der russische Gasexportmonopolist Gazprom ist. Er wird bei einer New Yorker Redneragentur geführt. Der Altkanzler ist jetzt angeblich Millionär.Seine Hobbys sind: Ehrenvorsitzender des Nah- und Mittelostvereins, Ehrenvorsitzender der Emiratisch-Deutschen Freundschaftsgesellschaft, Schirmherr der Stiftung Jugendfußball, Mitglied des Beirats des Chinesisch-Deutschen Zentrums für Energie und Umweltschutz im Bergbau, Mitglied des Board of Trustees der Tongji-Universität, Vorsitzender des Kuratoriums Freundschaftsbrücke Deutschland e.V. Um nur einige zu nennen.Vor Frankfurt wacht er auf, keine Sekunde lang irritiert, dass er eingeschlafen war. Es gibt nun Politik als Hauptgericht (“Die Frauenquote halte ich für unerlässlich”) und Parolen als Beilage (Angela Merkels Auftritt in einem dekolletierten Abendkleid: “Man soll tun können, was man will. Ich denke aber: Einen Minirock sollte man auch nur tragen, wenn man schöne Beine hat.”).Jemand ruft an, einer der Männer vom Sicherheitskommando reicht das Handy: “Ihre Frau”. Irgendwas ist mit dem Hund.Ab und an kommt jemand am Abteil vorbei, geht weiter, kommt wieder zurück, “ist er das?”, kommt mit Begleitung wieder, “ich hab’ dir ja gesagt, das ist er”. Manche klopfen und öffnen die Glastür, ohne auf Antwort zu warten:”Herr Schröder, kann ich ein Foto machen?”"Ja, komm, wir machen schnell eins.”"Der Cousin meiner Frau hat mit Ihnen studiert.”"Ah ja?”"In Göttingen, ich müsste noch mal fragen, welche Vorlesung genau.”"Na, dann grüßen Sie mal schön.”Er schafft es, auf den Handyfotos immer auszusehen, als würde er neben dem Sultan von Brunei posieren.In Heidelberg geistert er durch die Flure, umringt von Mitläufern, und lässt sich die Radiologie zeigen. Er spricht mit Nachwuchswissenschaftlern über Hirntumore, Chemotherapien und Wissenschafts-Stipendien, hält zwischen zwei Harfenstücken, “Tango” und “Esmeralda”, eine Rede zum Thema “Perspektiven und Herausforderungen für Deutschland und die Europäische Union im 21. Jahrhundert”.Der Bundeskanzler a. D. möchte Herr Schröder genannt werden, und nicht Herr Bundeskanzler, wie es ihm eigentlich protokollarisch zusteht. Wenn er kommt, sind zumindest ein paar Journalisten da. Auch wenn Herr Schröder eigentlich nichts tun kann für das Krebsforschungszentrum Heidelberg.Am 15. Februar sagt Ehefrau Doris Schröder-Köpf bei “Beckmann”, dass für ihren Mann die erste Zeit nach dem Ende der Kanzlerschaft und mit zwei kleinen Kindern “ein harter, teilweise bitterer Lernprozess” gewesen sei. Die “Zeit” schreibt, dass Schröders Politik nur noch vage in Erinnerung geblieben sei.Olaf Scholz, Schröders Ziehsohn, wird am 7. März Erster Bürgermeister von Hamburg, Schröder hatte ihn im Wahlkampf mit einer kleinen Rede unterstützt – “Mein Freund Olaf”. Der umstrittene Unternehmer und Gründer des Finanzdienstleisters AWD, Carsten Maschmeyer, hat laut “Spiegel” eine Million Euro an Schröder für dessen Memoiren gezahlt – und Gewinn gemacht. Fukushima geschieht, die Bundesregierung beschließt kurz darauf den Ausstieg aus der Atomkraft. Die Energiewende ist da. Schröder lobt Merkels Lernfähigkeit in Sachen Atompolitik.Welt am Sonntag: Sind Sie Nostalgiker?Schröder: Ach, nicht in dem Sinne, dass ich in der Vergangenheit lebe oder leben wollte. Aber ich finde, ich hab’ schon was gemacht aus meinem Leben.Gerhard Schröder steht neben Günter Grass im Günter-Grass-Haus kerzengerade, als wolle er sich gleich noch auf die Zehenspitzen stellen und Hosenträger spannen. Es ist schwer zu sagen, wer nun stolzer ist: Schröder, weil er neben Günter Grass steht, oder Grass, weil er neben Gerhard Schröder steht.Es gibt Menschen, bei denen es leicht ist, das Kind von früher zu erahnen. Merkel gehört nicht dazu, man denkt, sie müsse erwachsen geboren worden sein, Angela Merkel sah auch schon als Kohls “Mädchen” nie wirklich nach Mädchen aus, man kann sich gut vorstellen, dass sie schon als Dreijährige zu ihren Eltern sagte: “Meine Damen und Herren, ich möchte ein Schokoladeneis. Das ist alternativlos.”Schröder hingegen sieht man den kleinen Jungen mit aufgeschlagenen Knien an, der es geschafft hat. Seine Geschichte, tausendfach von ihm und anderen erzählt, findet man auch in seiner Autobiografie “Entscheidungen. Mein Leben in der Politik”, die angeblich mal “Ein ganzer Kerl” heißen sollte, wie der Roman von Tom Wolfe über einen Immobilienhai.Er war ein Kind, das ohne Vater aufwuchs, die Mutter war Putzfrau. Schröder hat sein Abitur nach der Lehre im zweiten Bildungsweg gemacht, hat sein Jurastudium auf dem Bau verdient. Hat immer das Kleinere gegen etwas Größeres getauscht, der umgekehrte Hans im Glück.Er sagt, manchmal habe er schon für einen kurzen Moment die intellektuell irrationale Angst, alles, was er sich erarbeitet hat, könnte weg sein.In Lübeck stehen um Grass und Schröder im Halbkreis Lokalpolitiker, zwei Kamerateams, ein paar Reporter mit Blöcken und Fotografen. Es geht heute um Grass’ “Vorlass”, also den Nachlass zu Lebzeiten, der – das ist ihm sehr wichtig – auf gar keinen Fall verloren gehen darf.Undenkbar grausam, was mit dem Werk Heinrich Bölls geschah, als in Köln das Archiv einstürzte, nein, die Nachwelt und auch die Wissenschaft müssen auf das grasssche Werk jederzeit zugreifen können. Es geht heute um einen etwa 30 Quadratmeter großen Raum, der gebaut wurde dank einer Spende Schröders im “mittleren fünfstelligen Bereich”.Schröder hatte irgendwo eine Rede gehalten und dann darum gebeten, das Geld doch dem Grass-Haus zu überweisen, und nun ist da dieser Raum, in dem der Vorlass bis zum Weltuntergang sicher gelagert werden kann.Nachdem alle Fotos gemacht wurden, löst sich die Runde langsam auf, beide, Grass und Schröder sprechen noch in die Mikrofone, dass sie seit Langem wussten, dass Atomkraftwerke abgeschaltet gehören.Oben, unter dem Dach in Grass’ Büro, sitzen dann alle, die etwas wichtiger sind, noch mal zusammen, um zu plaudern. Grass hustet, er hat gerade eine Grippe überstanden, Schröder sitzt dicht bei ihm, Grass ist schwerhörig. Alle anderen tun unbeteiligt, als sei es nichts Besonderes, dabei zu sein, aber alle haben ein aufgeregtes Gesicht und eine etwas zu schrille Stimme.Schröder: “Die absolute Beobachtung des Privaten in allen Bereichen wird dazu führen, dass man immer weniger politischen Nachwuchs findet, weil die Leute sagen, der Preis ist mir zu hoch. Am Anfang, um bekannt zu werden, reichst du die Hand, klar. Aber dann merkst du, dass dir der Arm ausgerissen wird.”Grass: “Man sagt ja immer so: Früher war alles besser, aber es gibt schon ein paar Belege dafür.” Grass sagt auch: “Freund, du bist zu früh gegangen.”Man spricht weiter über: den tapferen Kurt Beck und darüber, wie manche Politiker völlig in der Versenkung verschwinden. Ernst Albrecht, Schröders Vorgänger als niedersächsischer Ministerpräsident, zum Beispiel, den kennt doch heute niemand mehr.Welt am Sonntag: “An welche literarische Figur erinnert Sie Gerhard Schröder?”Grass: “Er hat was von den drei Musketieren.”Welt am Sonntag: “Welcher von denen?”Grass: “Das kann ich Ihnen nicht sagen.”Welt am Sonntag: “Sie sind Freunde?”Grass: “Ja, das kann man so formulieren.”Welt am Sonntag: “Was bedeutet das? Würden Sie ihn anrufen, wenn Sie Liebeskummer hätten?”Schweigen.Schweigen.Pfeife stopfen.Grass: “Das ist eine absurde Idee.”Grass sieht unzufrieden aus.Welt am Sonntag: “Was bedeutet es dann?”Grass: “Damals, als ich nach der Veröffentlichung meines Buchs ‘Beim Häuten der Zwiebel’ so hart angegriffen wurde, hat mich das sehr verletzt.”Grass hatte dort erstmals zugegeben, Mitglied der Waffen-SS gewesen zu sein.Grass: “Schröder stand von Anfang an auf meiner Seite. Er sagte: ‘Ich weiß, wie das ist, wenn die Medien einen durchs Dorf treiben. Glaub mir, das geht vorbei’.”Helmut Schmidt lobt im “Zeit-Magazin”, dass Schröder jemand war, der die Sprache der Bürger gesprochen habe. Schon wieder Carsten Maschmeyer: Er weist am 1. Mai Berichte zurück, er habe Schröder 1998 in seinem wichtigsten Wahlkampf mit einer möglicherweise illegalen anonymen Parteispende unterstützt.Der “Stern” beklagt erneut Schröders schnelle Vergoldung seines Adressbuchs: Hatte Schröder, Duzfreund Wladimir Putins, nicht, kurz bevor er die Kanzlerschaft verlor, das Gasprojekt Russlands forciert, das den Bau einer Pipeline zwischen Russland und Deutschland vorsieht? Und wurde er nicht dann innerhalb weniger Monate Aufsichtsratschef ebendieses Projekts?Welt am Sonntag: Ronald Pofalla hat mal gesagt, Schröder gehe es nicht ums Gas, es gehe ihm um die Kohle. Ist das so?Schröder: Ich finde das kleinkariert.Er wird heute eine Rede halten, bei der 67. Bankwirtschaftlichen Tagung des Bundesverbandes der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken in Düsseldorf.”Na, dann schaun wir mal, was der Alfons heute so für mich gekocht hat.” Die Bedienung im Bordrestaurant kichert. Schröder lacht, Kopf leicht nach oben, das typische Schröder-Lachen. Müsste man eine Unterhaltung mit Schröder wie “Peter und der Wolf” vertonen, Schröder wäre die Pauke.1999 hatte Bodo Hombach als Chef des Bundeskanzleramts aufgehört, heute ist er Geschäftsführer der WAZ-Mediengruppe. Hombach sagt, ein echter Schröder-Klassiker sei Folgendes: Irgendwann, an einem sonnigen Tag, ging er, Hombach, in Berlin Unter den Linden entlang. Da hörte er auf einmal: “Hallo, Dicker, komm mal.”Schröder saß mit Sigmar Gabriel im Café und hatte ihn gerufen. Er schrieb gerade an seinen Memoiren. Er sagte: “Du, ich hab’ grade für mein Buch das Schröder-Blair-Papier gelesen, das ist ja unglaublich, das ist ja doll, kannst du mir dazu nicht mal was aufschreiben?”Schröder spricht gern über früher. Zum Beispiel, dass die beste Zeit seines politischen Lebens der Sommer 2000 gewesen sei, ein Sommer, der völlig entspannt gewesen sei, die wirtschaftlichen Daten seien gut gewesen, in den Zeitungen seien Artikel erschienen, die hießen “Gerd im Glück”.Oder er erzählt, dass er nie wieder ein Wort mit Oskar Lafontaine gesprochen habe, nachdem der alles hingeschmissen hatte – oder von Schröder rausgemobbt wurde, je nachdem, aus wessen Perspektive man das betrachtet. Lafontaine und Schröder, eines der großen gescheiterten Projekte, Geschäftsbeziehungen wie Freundschaften aussehen zu lassen.Man sieht Schröder an, dass ihm das nicht vollkommen egal ist. Als Lafontaine 2009 an Krebs erkrankte, sagt Schröder, habe er daran gedacht, sich bei ihm zu melden. Aber Freunde aus der Partei haben ihm abgeraten. Und dann hat er es nicht getan.Wenn man mit Schröder spricht, gibt es zwei Gesichtsausdrücke: einen ernsten, der ankündigt, dass gleich eine Floskel kommen wird, oder etwas, das ihm wirklich wichtig ist. Und das Schröder-Lächeln, das sagt: Hören Sie doch auf zu wühlen, da ist nichts.Den ernsten bekommt man bei Fragen zur Politik. Wie kam diese Entscheidung zustande, wie jene? Wie war das mit der Agenda 2010? Hat Maschmeyer nun gespendet? Wie ist das mit den Menschenrechten in Russland? Man kann ihn eigentlich alles fragen, er wird nie böse oder ungehalten. Was man erfährt: alles, was man schon wusste. Oder: nichts.Man weiß vielleicht nicht genau, was in Schröder drinsteckt, aber was aus ihm rauskommt, weiß man seit Jahren.Gesichtsausdruck zwei, den spöttischen, bekommt man bei Fragen zum Innenleben. Fragen Sie doch? Schauen Sie, ich halt’ Ihnen die Wange hin. Schlagen Sie doch genau dahin. Soll ich noch ein Kreuz machen?Einschmeicheln? Bringt nichts.Womit soll man jemanden locken, der schon alles hatte, was er wollte, um es dann wieder zu verlieren?Gespräch über das Erinnern.Ich: “Mein Vater hat früher die Geschichte erzählt, dass er als Schüler in der Nachkriegszeit nur eine Hose besaß.”Schröder: “Ich kenne Ihren Vater nicht. Aber vielleicht war die Zeit, in der er nur eine Hose hatte, weniger lange, oder er hatte noch eine zweite, hat sich aber für die andere geschämt. Er braucht die Geschichte vielleicht, um diese Zeit anderen verständlich zu machen. Das finde ich auch legitim.”"Und Ihre Geschichte mit dem Fensterkitt, die in Ihrer Biografie steht. Dass Sie ihn vor lauter Hunger gegessen haben?”Schröder: “Auch das ist ein Bild, das etwas verdeutlicht und jeder leicht versteht. Es meint das Gleiche wie die Hose Ihres Vaters.”Es gibt diese Momente mit Schröder, in denen man sich ihm ganz nah fühlt, als könne man ihn auch zu seinem eigenen Geburtstag einladen. Und als würde er auch kommen.Es war ein langer Tag in Düsseldorf für die “700 genossenschaftlichen Primärbanker und Vertreter der genossenschaftlichen FinanzGruppe”: Schon um neun Uhr morgens wurde über “Bankwirtschaftliche Zukunftsfragen” gesprochen, am Tag zuvor wurden bereits “Aktuelle Entwicklungen an den Geld- und Kapitalmärkten” diskutiert, um nur die absoluten Höhepunkte zu nennen.Nun also Schröder, der nicht über Geld spricht, sondern über: “Erfolgsfaktor Führung in Politik und Wirtschaft”.Er wird dann vorgestellt als jemand, der gar nicht vorgestellt werden muss.Schröder hält eine Rede, wie er immer Reden gehalten hat: eine Hand in der Tasche, die andere gestikuliert. Brille aufsetzen, Brille absetzen. “Ich weiß sehr genau, worüber ich rede in dem Zusammenhang.”Gerade über das Projekt seines Lebens. Zur Zeit der Agenda 2010 seien die vielen positiven Folgen eben noch nicht eingetreten, sagt er dort auf der Bühne, aber die Schmerzen, die seien da gewesen – und die wurden eben abgestraft. Aber die Agenda sei eben jetzt mitverantwortlich, dass wir, also Deutschland, so gut dastünden in der Finanzkrise.Es gibt ein Bild, Schröders Freund, der inzwischen gestorbene Jörg Immendorff, hat es gemalt. Es hängt in der Ahnengalerie des Kanzleramts: Neben Kohl, der auf seinem Bild eine etwas schmutzig wirkende blaue Jacke trägt, glänzt Schröders Gesicht ganz in Gold. Viel Interpretationsspielraum gibt es da nicht.Die Sensation, dass der Altbundeskanzler spricht, hält heute in Düsseldorf etwa fünf Minuten an. Dann muss der Erste zur Toilette.Am 18. Mai sagt Schröder, dass Peer Steinbrück sein Kanzlerkandidat der Wahl sei, es sei aber natürlich Sache von Gabriel, den Bewerber vorzuschlagen, den er für richtig halte.Im Kirch-Prozess will Schröder die Aussage verweigern. Er sollte helfen, eine mögliche Mitverantwortung der Deutschen Bank an der Pleite des Medienimperiums aufzuklären. Schröder wird als mögliches Aufsichtsratsmitglied bei Gazprom gehandelt.In Washington wird er am 11. Mai zu den Menschenrechten in Russland befragt, und sagt: “Wollen wir warten, bis Russland eine Demokratie geworden ist, oder wollen wir vorher auf sie zugehen?” Paul Kirchhof legt erneut, wie schon 2005, ein einfaches Steuerkonzept vor. Fast alle Zeitungen nennen ihn den “Professor aus Heidelberg”, wie Schröder ihn im Wahlkampf getauft hatte.Welt am Sonntag: Was tut man, wenn man nicht weinen will?Schröder: Brille aufsetzen.Gerhard Schröder hat angenehme Hände. Seine Rechte ist wie gemacht, um die Hand eines anderen zu drücken, als sei sie von dem millionenfachen Schütteln in die ideale Schüttel-Form gepresst worden.Im Aschenbecher des Berliner Büros, das jedem Altkanzler zusteht, glimmt eine Zigarre vor sich hin, mit der er sich seit Jahren nicht mehr dort zeigt, wo man ihn damit filmen oder fotografieren könnte. Brioni-Anzüge trägt er auch keine mehr.Er war 61 Jahre alt, als seine Zeit als Kanzler endete. Irgendwie zu jung, um Elder Statesman zu sein, zu sehr Schröder, um erst mal gar nichts zu sein. Er hatte doch nie mehr als eine Grippe gehabt, sein ganzes Berufsleben lang. Kann man da schon müde sein?Vielleicht muss man, um das neue Leben Gerhard Schröders verstehen zu können, seinen letzten wirklich großen Auftritt des alten Lebens ansehen. Er hat ihn in seiner Biografie ausgespart und auch sonst nicht darüber geredet, denn es ist einer dieser Momente, der Millionen Zuschauer bei “Big Brother” dazu bringt, “Big Brother” zu sehen: der Moment, in dem sich endlich mal jemand entblößt.Man muss ihn überreden, damit er sich das ansieht.Am 18. September 2005, nachdem Schröder Neuwahlen herbeigeführt hatte, nachdem die Mehrheit im Bundesrat verloren gegangen war, verlor die SPD knapp die Bundestagswahl – obwohl sie in den Wochen und Monaten zuvor sensationell aufgeholt hatte.Und dann, im Fernsehen, die Elefantenrunde, die Sendung, in der die Spitzenkandidaten der Parteien entweder versuchen, den Schaden zu begrenzen, oder aber ihren Sieg feiern. Gerhard Schröder betrat den Raum wie der Herrscher in “Des Kaisers neue Kleider”, und alle sahen ihn an, als hätte er gar nichts an: die verdatterte Angela Merkel, der empörte Guido Westerwelle, der nur zum Abendessen wollende Joschka Fischer, die Moderatoren Hartmann von der Tann und Nikolaus Brender.Schröder und ich sehen den inzwischen legendären YouTube-Clip.Brender: “Herr Bundeskanzler …”Schröder: (fällt ihm ins Wort) “Ist ja schön, dass Sie mich noch Kanzler nennen.”Schröder sitzt in seinem Sessel, nach vorn gebeugt, die Unterarme liegen auf den Knien. Das Laptop liegt vor ihm, auf dem Tisch. Er spricht mit, tonlos.Ich frage, ob ihm das peinlich sei.Keine Antwort.Merkels verdattertes Gesicht ist im Bild.Schröder lacht.Westerwelle sagt im Clip: “Ich bin zwar jünger als Sie, Herr Bundeskanzler, aber nicht blöder.”Schröder lacht noch lauter.Und am lautesten lacht er, als er sich selbst sagen hört: “Glauben Sie im Ernst, dass meine Partei auf ein Gesprächsangebot von Frau Merkel bei dieser Sachlage einginge, indem sie sagt, sie möchte Bundeskanzlerin werden. Also, ich meine, wir müssen die Kirche doch mal im Dorf lassen.”Das war der Moment, in dem Schröders Lebens als Staatsmann endete.Er sagt: “Ist doch irgendwie auch ‘ne Kultsendung, oder?”Er sagt, dass es so gewesen sei: Es sei falsch, dass er die Information gehabt habe, es hätte noch einen Swing geben können zugunsten der SPD. Er sagt, er habe im Prinzip gewusst: Das isses gewesen. Die hatten ein Prozent mehr, das war klar, dass sie es nutzen würden. Er sagt auch, er sei ungeheuer erleichtert gewesen, dass das Wahlergebnis noch so gut war für seine Partei, nach allem, was war.Er sagt, er wollte eigentlich nicht in die Sendung gehen, ging aber dann doch, denn Müntefering wollte auch nicht und Clement war nicht erreichbar.Dann saß er doch da. Und dachte: “Jetzt ist es aus mit der Diplomatie, jetzt wollen wir doch mal sehen, was hier los ist.”Viele spekulierten damals, er habe getrunken.Ich: “Sie wollten quasi den Stinkefinger zeigen?”Schröder: “So würde ich selbst es nicht sagen. Ich hatte gekämpft gegen die ganze Truppe da. Und gerade diese beiden, der Brender und der Tann, fingen die ganze Zeit an von Niederlagen zu reden. Das fand ich unverschämt und hab’ dann entsprechend geantwortet.”"Und was hätte man taktisch machen müssen?”"Man hätte eigentlich sagen müssen: Wissen Sie, wir haben ein Ergebnis erreicht, mit dem keiner mehr gerechnet hatte, und Frau Merkel hat etwas mehr Stimmen und nun muss sie sehen, wie sie eine Regierung bilden kann. Ein bescheidenerer Auftritt wäre besser gewesen. Aber den wollte ich damals nicht.”"Ohne an die Konsequenzen zu denken?”"Immer in dem Bewusstsein: Das kannst du dir jetzt auch leisten. Das ist die letzte Schlacht.”Gerhard Schröder ist niemand, der ein Schachspiel lustlos bis zum Ende durchzieht, wenn er weiß, dass er in vier Zügen matt ist. Er fegt einfach alles vom Brett. Und will gleich noch mal spielen.Er hat jetzt einen neuen Terminkalender, mit meist freien Wochenenden, aber immer noch mit Reden, Besprechungen, Konferenzen, Telefonaten, Reisen zu Staatschefs oder Kongressen, Kranzniederlegungen, SPD-Jubiläen.Er hat erst seine Memoiren geschrieben und auch Englischunterricht genommen, schließlich würde im neuen Leben nicht immer ein Dolmetscher dabei sein. Danach hat er sich neu aufgestellt, mit den Jobs.Den Deal mit Ringier hat er angeblich schon in der Wahlnacht besprochen. Nur ein paar Monate später hat ihn Putin angerufen, am Vorabend eines Kongresses, den Schröder besuchen wollte, und auf dem Merkel schon als neue Kanzlerin sprach.Schröder sagt, Putin habe ihn gefragt, nachdem er das Angebot schon abgelehnt hatte. Putin fragte: Hast du auch schon Angst, mit uns zu arbeiten? Und Schröder sagte: Nein, habe ich nicht.Man kann sich ungefähr vorstellen, was Putin dachte, als er den Hörer auflegte: Wir haben ein goldenes Türschild in Deutschland. Einen Altkanzler, der dafür sorgt, dass das Gas strömt.Schröder sagt, Geld sei auch eine Form von Anerkennung.Andere sagen, er habe sich kaufen lassen.Damals nachdem er den Pipeline-Job angenommen hatte, sagt Schröder, da hätten sich plötzlich alle zu Wort gemeldet, hätten gesagt, das gehöre sich nicht, Westerwelle und andere. Das stand ja in allen Zeitungen damals. Doch die Attacken, sagt Schröder, die haben letztendlich nur geholfen; geholfen, dass er nicht in ein Loch fällt – “Da wird ja wieder Adrenalin produziert.”Zu Pipeline-Terminen nimmt er mich natürlich nicht mit.Schröder traf Irans Präsident Ahmadinedschad und weigerte sich danach, Genaueres zum Inhalt der Unterredung zu sagen. In China sagte er, dass ihn die Politik der Bundesregierung “nicht glücklich” mache. Dass Merkel den Dalai Lama empfangen hat, sei ein Fehler gewesen.Wie soll man, wenn man sich sein Leben lang für ein Raubtier hielt, plötzlich Rentner sein?Ich: “Sie sehen am glücklichsten aus, wenn Sie eine Rede halten.”Schröder: “Ich finde, ich sehe sonst auch nicht unglücklich aus.”"Das meine ich nicht.”"Sie meinen, ich bin wie der berühmte Zirkusgaul. Wenn der die Trompete hört, fängt der an zu traben.”Am Abend ist er Redner bei einem SPD-Empfang. Ein Raum voller Journalisten, für die Partei nützliche Leute und Genossen. Schröder, der einst die Partei etwas mehr in Richtung Mitte geschoben hatte, als vielen lieb war, ist hier wahrscheinlich genauso unbeliebt wie beliebt.Wahrscheinlich denkt die eine Hälfte im Raum, dass er die Partei geschwächt hat – und die andere, dass ohne ihn immer noch Kohl regieren würde. Helmut Schmidt lieben inzwischen alle. Schröder liebt, wer schon immer Schröder geliebt hat.Heute ist er der Redner, nach dem dann das Buffet drankommt, das heißt, er muss gut sein und sich kurzfassen. Schon wieder hat man an diesem Abend den Eindruck, dass alles in der Politik Kreisläufen folgt: Man muss nur lange genug warten, um wieder recht zu haben.War der Ausstieg aus der Atomenergie nicht eine rot-grüne Idee, fragt er den Saal, und ist es nicht nett, dass die aktuelle Regierung nun einsieht, dass sie auch umgesetzt werden muss? Verhaltenes Gelächter. “Und daher, meine Damen und Herren, sage ich Ihnen, es gibt nur eine Lösung für die Energiefragen der Zukunft – und die heißt: Gas!”Riesenlacher! Er macht eine Pause. Und sagt leise: “Das sage ich Ihnen natürlich ohne jeden Hintergedanken.”Riesenlacher! Riesenlacher! Riesenlacher!Schröder lacht nicht, das tun schon die anderen. Er lächelt.Mitarbeit: Céline Lauer

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SCHLUSSBERICHT “Tracht & Country Herbst 2011″ in Salzburg – BILD

Posted on 25. September 2011 by admin
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Internationale Branchenleitmesse zeigt modischen Pluralismus und kreative Neuinterpretationen
Salzburg (ots) – Die Modetrends: Fröhliche Unkompliziertheit und gekonnte Zwanglosigkeit
Aussteller- und Fachbesucherzahlen auf hohem Niveau +++ Internationale Branchenleitmesse mobilisierte 175 Aussteller und 3.845 Fachbesucher aus aller Welt +++ Traditionelle Messehighlights: zweimal täglich Trendmodenschau +++ “Ozapft is” beim Branchenabend unter dem Motto “Salzburger Oktoberfest” +++
SALZBURG – Am vergangenen Sonntag, dem 28. August 2011, ging im Messezentrum Salzburg nach drei Messetagen die von Reed Exhibitions Messe Salzburg organisierte internationale Fachmesse “Tracht & Country Herbst 2011″ zu Ende. Die internationale Leitmesse der Trachtenmodebranche vereinte 175 Direktaussteller aus dem In- und Ausland, die im Messezentrum Salzburg ihre neuesten Kreationen und Kollektionen für die Trachten- und Landhausmode sowie der Bereiche Schuhe, Schmuck und Accessoires für das Frühjahr und den Sommer 2012 präsentierten. Traditionell hoch war einmal mehr der Anteil an internationalen Fachhändlern und Einkäufern: fast jeder zweite kam aus dem Ausland, womit die “Tracht & Country Herbst” sich erneut als Salzburgs mit Abstand internationalste Fachmesse erwiesen hat. Mit exakt 3.845 registrierten Fachbesuchern/ innen lag die Frequenz fast ident auf Vorjahresniveau, was Reed Exhibitions-CEO Dir. Johann Jungreithmair zu der Feststellung veranlasste: “Die ‘Tracht & Country Herbst’ in Salzburg hat sich aussteller- wie besucherseitig auf hohem Niveau konsolidiert”. Im übrigen zeigte sich der Chef von Veranstalter Reed Exhibitions Messe Salzburg erfreut, “dass eine Reihe neuer Anbieter und junger Designer und Designerinnen unter den Ausstellern vertreten waren, und sich damit ein bereits seit einigen Jahren erkennbarer Trend fortgesetzt hat: Die Bandbreite zwischen Tradition und Moderne sowie Avantgarde nimmt von Jahr zu Jahr zu – die Vielfalt von traditioneller Tracht über modischen Pluralismus und kreative Neuinterpretationen bis hin zu sportiver Lifestyle-Trachtenmode zeigt, wie lebendig und innovativ das Modesegment Tracht ist. Und Salzburg ist und bleibt die internationale Fachmesse-Hauptstadt der Trachten- und Landhausmode”.
Flair internationaler Modemessen
“Insgesamt hat die ‘Tracht & Country Herbst’ durch das im Vorjahr erstmals verwendete neue, einheitliche, von System Standbau kreierte Standbausystem beträchtlich an Eleganz und internationalem Flair gewonnen”, unterstreicht Gernot Blaikner, themenverantwortlicher Leiter des Geschäftsbereiches Messen bei Reed Exhibitions Messe Salzburg. In diesem Jahr wurden die schlichten weißen Wände der Messestände mit eleganten Beschriftungen sowie einem einheitlich in Sonnengelb gehaltenen Teppichbelag in den Gängen kombiniert. “Die Aussteller konnten wieder eigenes Mobiliar für das Standinnere verwenden und so den firmeneigenen Auftritt in den Vordergrund stellen oder das angebotene Fertigstandsystem erweitern”, beschreibt “Tracht & Country”-Messeleiter Mag. Wilfried Antlinger die gestalterische Linie.
Festspiele und Oktoberfest haben etwas gemeinsam
Die “Salzburger Festspiele” und das traditionelle “Münchner Oktoberfest” haben durchaus einen gemeinsamen Nennen aufzuweisen: Bei beiden Events – so unterschiedlich sie tatsächlich sind – gehört die Tracht dazu. “Während die Aussteller der ‘Tracht & Country Herbst’ die neuesten Kollektionen der Frühjahrs-/Sommersaison 2012 vorführten, waren im Sommer im Salzburger Festspielbezirk unzählige Prominente in Tracht zu sehen und fungierten nicht selten als begehrte Motive vor der einen oder anderen Fotolinse – einen besseren Beweis für die Lebendigkeit der Trachtenmode könnte es wohl kaum geben”, kommentiert Messeleiter Mag. Wilfried Antlinger dieses Phänomen. “Bei uns in Salzburg fand das Oktoberfest bereits Ende August statt – als Motto des Branchentreffs am Abend des ersten Messetages. Ein Besuch auf der ‘Tracht & Country Herbst’ war also wie Festspiele und Oktoberfest in einem, zumal ja die ‘Tracht & Country’ wirklich die Welt-Festspiele der Trachten- und Landhausmode sind”, so der eventerprobte Messemann.
Von Tradition bis Avantgarde
Junge kreative Ideen neben traditioneller Handwerkskunst, die “Tracht & Country Herbst 2011″ bot in den Hallen 2 und 6 des Messezentrums Salzburg beidem eine Bühne. So gewährte das “Trachtendorf” Einblicke in altes Kunsthandwerk, wie das Besticken von Goldhauben, die Federkielstickerei oder die Kunst des Webens und Spinnens. Im “Alpinen Lifestyle Center” wurde die Tracht von jungen Designern neu inszeniert und interpretiert und Altes mit Neuem auf innovative Weise kombiniert. Die “News Area” wiederum fungierte als Präsentationsplattform für junge Kreative, die erstmals auf der “Tracht & Country” ausstellten. Als besondere Highlights eines jeden Messetages erwiesen sich die Trendmodenschauen, die zweimal täglich in der Halle 4 in Szene gingen.
“Salzburger Oktoberfest”
Am Abend des ersten Messetages (Freitag, 26. August) fand – wie vorhin erwähnt – der bereits zur Tradition gewordene Branchenabend statt, der in diesem Jahr unter dem Motto “Salzburger Oktoberfest” stand, und bei dem sich das “Who is who” der Trachtenbranche – insgesamt rund 300 Gäste – ein zünftiges Stelldichein gab. Dieses Highlight bei richtigen Sommertemperaturen ließen sich auch die “Promigäste” Christiane Meissnitzer und Hans Gsenger von der Meissnitzer Band sowie die Jungmimin Stefanie Robotka, Kinderhauptdarstellerin in der TV-Serie “Die Bergwacht” nicht entgehen.
Blick nach vorne
“Die ‘Tracht & Country’ in Salzburg, im Herzen des Donau-Alpen-Adria-Raumes, ist einfach die richtige Fachmesse am idealen Ort. Nach dem Erfolg der Herbstausgabe 2011 können wir zu Recht davon ausgehen, dass sich der positive Trend bei den Frühjahrsveranstaltungen im Jänner und März 2012 fortsetzen wird”. Die nächste Frühjahrsausgabe der internationalen Modefachmesse für Trachten- und Landhausbekleidung “Tracht & Country Classics” wird vom 2. bis 4. März 2012 im Messezentrum Salzburg stattfinden. Schon einige Wochen zuvor, am 24. und 25. Jänner 2012, wird in der Brandboxx Salzburg die Pre-Show, die “Tracht & Country Premiere”, in Szene gehen.
Die Modetrends: Fröhliche Unkompliziertheit und gekonnte Zwanglosigkeit
Es mag schon sein, dass der Siegeszug der “Wiesn-Dirndl” der gesamten Trachtenmode einen kräftigen Schubs in Richtung fröhliche Unkompliziertheit versetzt hat. So zeigt sich auch im eleganten Bereich ein Trend zu gekonnter Zwanglosigkeit, locker angepasst an die jeweiligen Situationen und Anlässe – vom 1950ies-Style am Sommerfrische-Seegestade bis zu Reminiszenzen an St. Tropez der 1960er Jahre.
Alles ist erlaubt
Ja, das Dirndl: Da tut sich was! Vorschriften adieu, es lebe was gefällt. Ein Frohlocken in Knalltürkis mit Weiß und Pink, kräftiges Azurblau, Gelb und Petrol und dazu noch Rosa, braunes Dirndlmieder bunt bestickt, türkise Schürze, Giftgrün und Brombeere im Karo vereint, Koralle mit Bleu und Aubergine, zartes Lavendel mit Blutrot, kräftiges Hellviolett mit Olive, Kardinalrot mit Eisblau … gerade recht für Wiesn und urige Feste! Es muss glitzern und glänzen, changierende Stoffe haben taftartigen Stand, rüschige Petticoats, Mustermix und detailrieche Verzierungen kommen groß raus.
Kecke Alternative zum Wiesn-Dirndl: kleine, Körper betonende Blusentops, passend zu den Lederpants und Lederbermudas oder zu den Pseudo-Lederhosen aus Stoff, kontrastig bestickt und natürlich immer mit dem Hosentürl.
Schrill, folkloristisch, urban
Vom schrillen Wiesen-Dirndl spannt sich der Bogen über alle Stufen folkloristischer und urbanisierter Sommerfrische-Dirndl bis zu betont schlichten Modellen. Genauer gesagt: Zum Beispiel Pusztaröschen auf Schwarz und bekannte handwerkliche Dirndl-Details. Oder ein raffiniertes Ausseer Dirndl, das lediglich durch seine Farbkombinationen an seine Provenienz erinnert, in der Formgebung jedoch eine subtile Abwandlung erfährt. Oder Dirndl, die durch ihre Schlichtheit bestechen – mittelgrobes Leinenoberteil in sanftem Grau, grauer Rock mit wenigen Streublümchen im Ton, die Schürze grau/weiß Pepita und die denkbar schlichteste Bluse dazu – so kann der ruhende Pol im knallig trachtigen Wirbelwind durchaus auffallen. Extravagant: Trägerloses Bustierdirndl oder ein Dirndl mit geraffter Passe anstatt Trägern. Betont brav: hochgeschlossene Dirndl mit Stehkragen.
Karos und Tupfen
Vichykaros, feine Pepitas und nun auch große Blockkaros erhalten “Zuwachs” durch einfache, aber mehrfarbige Karos: Häufig treffen auf Weiß zwei bis drei Farben, etwa Rot und Grau, oder Türkis/Grün/Oliv, Grün/orange/Weinrot oder die beliebten, fast maritimen Blauabstufungen. Derartige Karostoffe sieht man bei Dirndln, Blusen und auch bei Herrenhemden. Berückend einfach und aktuell für Damen: Tupfen. Ganz klein über eine Unifläche für Dirndlrock oder Schürze gestreut oder etwas größer angelegt oder ganz große Tupfen, etwa weiß auf Koralle oder auf Schwarz – 50ies pur. Getupfte, karierte oder gestreifte Druckflächen sind gerne mit Einzelmotiven überdruckt, etwa mit Röschen oder Hirschen. Auch “neue” Hirsche wurden gesichtet, sie ergänzen das in bekannter Manier springende Tier. Dann ist auch der eingewebte Jagdhund nicht weit, umgesetzt nach der Vorlage alter Stiche.
Retro-Look
Ohne sich genau auf ein Vintage-Jahrzehnt festlegen zu wollen: Der Retro-Look erobert alle Bereiche. Schmale Taille bei A-förmig glockig abstehenden Röcken mit zusätzlich eingelegten Falten, freie Schultern bei duftigen Neckholder-Tops mit Kragen, Corsagenkleider mit quer geraffter Büstenpartie und weitem knielangem, stoffreichem Rock. Volantröcke und Röcke mit extrem breitem Taillengummibund, trägerlose Blümchenkleider mit Smok-Oberteil (sie können auch als Rock tiefer rutschen und halten an der Taille), Wickeltops und schmale Kleider mit Wickeloberteil, Etuikleider mit Mini-Schulterärmelchen. Eindeutig Retro in größter Ferienlaune: getupfte Jerseyteile, schulterfreies Ringelkleid, Shorty-Overall mit Spaghettiträgern, Badeanzug mit Überrock, Bikini mit Rüschenröckchen à la Jesolo anno 1956. Apropos Bademode: Der Einteiler in Handdruck-Optik mit Dirndlrüschenpartie, der Bikini mit Hirsch – auch am Pool hat Tracht ihren Platz erobert. In der Tradition der Trachten-Leinenkleider wurden schlanke Mantelkleid-Typen entwickelt mit gebogenem rüschenverziertem Saum, Kontrastpassen und -paspeln. Breite Kontrastblenden unterstreichen die Konturen einfacher Etuikleider. Leinen tritt wieder zunehmend in gröberer Weboptik auf, für Damenjacken und Herrenjoppen – in Naturtönen oder auch in grellen Farben, etwa Blitzblau. Da auch Materialmix ein Thema ist, wird grobes Leinen in Handwebeoptik auch mal mit gechinztem, glatt glänzendem Feinleinen kombiniert. Bei den Details fällt die Liebe zu Bordüren und Borten aller Art auf, die durch unbekümmerte Kombinationsvielfalt “normale” Röcke zu Besonderheiten hypen. Sommerlicher Strick gibt sich luftig und kurz – gemäßigte Jäckchen und junge, vorne hoch geschnittene Jäckchen (nabelfrei) oder Boleros, die auch zum Dirndl getragen werden.
Die passenden Accessoires
Ohne passende Accessoires würde jedes trachtiges Outfit verlieren. Also die richtigen Schuhe: Pumps mit etwa Zehn-cm-Absätzen, neue Ballerinas, “spitzenartig” fein gestanzte Zierränder und Durchbrüche, plastische Rosen aus Wildleder (auch in Kontrastfarbe zu Glattlederschuhen), Schichtplateausohlen. Für die Freizeit Holz-Plateau-Pantoffeln mit gerüschter Vichkaro-Ristspange oder rustikale Halbschuhe mit Haken und breiten Bändern aus hellem oder eingefärbtem kräftigen Hirschleder. Groß ist die Auswahl an Taschen: Aus Loden oder Filz, appliziert mit tonigen oder bunten Motiven, mit Karorüschen oder baumelnden Medaillen, Carries mit Platzangebot oder elegante Täschchen für das Nötigste, Bags und Beutel aus Dirndlstoffen. Schirme fügen sich harmonisch ins Bild, mit Modeldruckdessins oder Einzelhirschmotiv. Dieser Hirsch bevölkert manche Beine – Strümpfe können auch mit Edelweiß und Spitzenrosen allover übersäht sein. Wieder da: Wärmende Stulpen, ehemals Legwarmers der Ballettmädchen, mit rustikalen Zopfmustern, in allen Farben, passend zu festem Schuhwerk.
Karo-Vielfalt für Sie und Ihn
Vieles, was für die Damenmode gilt, trifft auch auf die der Herren zu: Die Vielfalt der Karos, allen voran die zweifärbigen Vichykaros in diversen Größen bis hin zum großen Blockkaro für Hemden (der Innenkragen kann floral abgesetzt sein), dazu mehrfarbige Sportkaros, die sich in ihrer Farbigkeit keineswegs zurückhalten. Weiße Leinenhosen in der Machart klassischer Lederhosen, klein gemustertes Hemd in zwei Farben (Marine/Weiß, Rot/Weiß), Strickpulli mit Wappen auf dem Oberarm, schlichte Joppe in Gehrocklänge für festliche Anlässe. Und immer wieder die Lederhose: Bermudakurz oder zünftig übers Knie, traditionell bestickt (auch wenn der Faden mal intensiver leuchtet), dazu passt heut einfach (fast) alles, die Lederhose ist Kombi-King.
Leder – die zweite Haut
Herrenjacken aus kräftigem Hirschleder punkten durch ihre Urigkeit, ob in ganz hellem Naturton oder pantiniert angefärbt, ob im Joppenstil oder, etwas leichter, im Safari-Look. Anders die federleichten Lederjacken und -mäntel für Damen und für Herren: Ungefütterte, offenkantige Modelle, schlicht und unaufgeregt, in Nappa oder Rauleder. Teils sind sie außen und innen unterschiedlich eingefärbt, sodass die helle Kante eine kontrastierende Linie entlang der Nähte zieht. Für “Sie” fallen die schlanken Nappahosen auf, in hellem Hirsch-Naturleder, Curry, Muskat, Nuss, Rinde, Grau. Ein großzügiger Veloursleder-Poncho mit breiten langen Lederfransen kann als lässiger Eyecatcher bezeichnet werden.
Babys mit Stil
Natürlich halten Kinder trachtig mit! Auf Babys warten Bodys mit Hirschgeweih, Strampler mit Streublümchen, Kleidchen mit Jersey-Oberteil und Hirschröckchen. Zu Leinenkleiderln mit zarten Häkelrosen passen Strickjäckchen ganz perfekt, Strickoberteil und Pepita-Rockerl ergeben ein apartes Kleid, Kapuzenjacken und Walkblazer und Mini-Walkjanker beweisen Stil. Dazu kommt die gesamte Palette der Mutti-Dirndls in Miniversion, ebenso die Jopperl und Lederhosen à la Papa.
Alle weiteren Informationen sind unter www.trachtsalzburg.at abrufbar. (+++)
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Mysteriöser Tod eines schwedischen Friedensstifters

Posted on 25. September 2011 by admin
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Vor 50 Jahren stürzte Hammarskjöld mit einem Flugzeug ab. Inzwischen erhärtet sich der Verdacht eines Anschlags. Wer hatte Interesse am Tod des UN-Generalsekretärs?Wie ein Menetekel steht das Jahr 1961 in der Geschichte. Unheil lag in der Luft, der Kalte Krieg störte unseren Schlaf. Die heutige Welt, von Euro-Krise zu Euro-Krise schlingernd, hat vergessen, wie der Herzschlag der Zeit damals schwankte zwischen Hoffen und Bangen, inmitten einer bedrückenden Wirklichkeit ohne tröstliche Aussicht.Die Inauguration John F. Kennedys als Präsident der USA hatte im Januar die Menschen zunächst in Aufbruchbegeisterung versetzt. Das Land, das nach Kennedys Worten bereit war, zur Verteidigung der Freiheit „jeden Preis zu zahlen, jede Bürde zu tragen“, projizierte Hoffnung auf ein neues Zeitalter.Die erlitt im April einen ersten Dämpfer, als in der Schweinebucht auf Kuba der versuchte Sturz Fidel Castros kläglich scheiterte. Sowjetherrscher Nikita Chruschtschow nahm aus seinem Treffen mit Kennedy im Juni den Eindruck eines Greenhorns mit, das man an der Nase herumführen konnte.Wie zum Beweis ging wieder zwei Monate später in Berlin die Mauer hoch, und der Spalt, der die Welt längst in zwei ideologische Lager geteilt hatte, wurde abgrundtief. Wo blieb das neue Zeitalter, die Renaissance der Hoffnung? War kein Frieden in Sicht, gab es niemanden mit der Autorität eines Schlichters in der zur Konfrontation gerüsteten internationalen Politik?Doch, es gab die Vereinten Nationen. Für uns Heutige ist fast unvorstellbar, welche starke Rolle die UN unter ihrem zweiten Generalssekretär seit der Gründung 1945, unter dem Schweden Dag Hammarskjöld (sprich: Hammarschöld) spielten.Niemand würde von UN-Generalsekretär Ban Ki-moon oder seinen unmittelbaren Vorgängern erwarten oder erwartet haben, sie könnten auf der Bühne gleichrangig neben den politischen Mächten mitspielen.Hammarskjöld konnte es, er war eine Kraft sui generis, hatte die UN zu einem Instrument glaubwürdiger Friedensstiftung geschmiedet und seinen Willen unbekümmert um feindselige Reaktionen in Ost oder West ins Spiel gebracht. Ein Protagonist, kein Komparse. Der Maßstab, an dem alle seine Nachfolger gemessen wurde – und hinter dem sie zurückblieben.Am 18. September1961 ereilt die Welt eine weitere Hiobsbotschaft: Dag Hammarskjöld ist im nördlichen Rhodesien, dem heutigen Sambia, an der Grenze zum Kongo bei einem nächtlichen Flugzeugabsturz ums Leben gekommen.Der einzige UN-Generalsekretär in der Geschichte, der während seiner Amtszeit starb, der einzige auch, der einen Friedensnobelpreis erhielt, posthum. Eine dunkle Stunde für Afrika, eine dunkle Stunde für die Welt.Und Dunkel umgibt auch die Umstände dieses Absturzes, bis heute. Hammarskjöld war auf dem Weg nach Ndola in Nordrhodesien, um den Führer der abtrünnigen Kongo-Provinz Katanga zu treffen, Moise Tschombe, den er zur Rückkehr in den 1960 unabhängig gewordenen ehemaligen Belgisch-Kongo bewegen wollte.In Katanga lagen große Vorkommen an Gold, Diamanten, Kupfer und Uran, westliche kommerzielle Interessen standen hinter Tschombes Sezession. Aber auch die Politik in Washington, London oder Paris war mit Hammarskjöld nicht glücklich, hatte er doch die UN-Resolutionen zur Schlichtung im Kongo eigenwillig ausgelegt, bis hin zur Kampfrolle für die ins Land entsandten Blauhelme – vielleicht sogar im Dienst eines temporären UN-Protektorats, so die Gedankengänge des Generalsekretärs.Seine Sympathien lagen auf der Seite der Unabhängigkeitsbestrebungen in Afrika, die er in ein universales Friedenskonzept einzubinden hoffte.Die Blauhelme, diese Friedenstruppe aus Kontingenten kleinerer und neutraler UN-Mitgliedsstaaten, waren im Übrigen von ihm ins Leben gerufen und zum ersten Mal im Herbst 1956 getestet worden, den Abzug der britisch-französischen Truppen nach dem Suez-Fiasko zu überwachen.Jedenfalls war der ehemalige stellvertretende Außenminister Schwedens mehr als nur der kompetente Technokrat, den man bei seiner Berufung an die UN-Spitze in ihm sah, ein Mann ohne Nähe zu einem politischen Lager. Selbst die Sowjetunion polemisierte seit 1960 gegen ihn, forderte die Ablösung des eigenwilligen Friedensstifters.„Es ist sehr leicht, sich den Wünschen einer großen Macht zu beugen. Es ist eine andere Qualität, dem zu widerstehen.“ Ein Satz, der die Unabhängigkeit Hammarskjölds unterstrich, treu seinem Amtseid, 1958 zu Beginn seiner zweiten Amtszeit wiederholt: keiner einzelnen Regierung zu gehorchen, verantwortlich nur dem Geist der UN-Charta. Ein unbeugsamer Satz auch, wie ihn seitdem kein UN-Generalsekretär mehr formuliert hätte.Drei Untersuchungskommissionen konnten nicht klären, ob ein mechanischer Fehler an der DC6, ein Irrtum des Piloten oder gar mörderische Kräfte für den Absturz in Nordrhodesien an der Grenze zu Katanga verantwortlich waren.Der Verdacht blieb, dass in den Stunden zwischen dem Auffinden des Wracks und der Bekanntgabe des Unglücks die britischen Kolonialbehörden, die in Nordrhodesien das Sagen hatten, inkriminierende Indizien beiseite geschafft hatten.Ein Amerikaner aus der Schutzbegleitung Hammarskjölds, Sergeant Harold Julian, der als Einziger schwer verwundet zunächst überlebte, blieb in einem schlecht ausgerüsteten Krankenhaus in Ndola unterversorgt und starb fünf Stunden nach dem Absturz. Hätte er aussagen können über ein zweites Flugzeug, das angeblich, wie Zeugen Jahrzehnte später zu Protokoll gaben, auf die Hammarskjöld-Maschine gefeuert hatte?Entgegen dem Urteil der Kommissionen, die ein Attentat ausschlossen, schälte sich bald das Empfinden heraus, zuletzt gestützt durch neue Indizien, die ein in Afrika karitativ tätiger Schwede, Göran Björkdahl, im Jahr 2009 ermittelte: Ja, es war ein Anschlag, nicht mehr zu beweisen, aber glaubhaft.Ende der Geschichte? Nein, der Nachwelt vermachte Hammarskjöld ein zweites Profil seiner Persönlichkeit, ein zweites Leben, das er quasi wie ein Doppelagent in eigener Sache vor seiner Umgebung und der Öffentlichkeit versteckt gehalten hatte.Unter seinen Papieren fand sich ein Konvolut von 600 Eintragungen in einem seit den frühen 40er-Jahren geführten Tagebuch, das mehr eine Selbsterforschung war als die Chronik eines bedeutenden Akteurs auf der Weltbühne.Kein politischer Rechenschaftsbericht, gespickt mit Anekdoten aus einem bewegten Leben, sondern das Destillat eines Menschen auf der Suche nach Gott und der Einheit der Natur, in seinem ?Innersten wie unter der zerklüfteten Menschheit.„Zeichen am Wege“, so hieß das posthum veröffentlichte Tagebuch, das Zeugnis eines christlichen Suchers ins Herz seiner Spiritualität. Noch am Abend vor seinem Abflug aus der kongolesischen Hauptstadt Elizabethville – dem heutigen Kinshasa – hatte Hammarskjöld in Thomas von Kempens „Nachfolge Christi“ studiert, seinem Vademekum seit frühen Tagen.Den Leser des Tagebuchs ergreift die Einsamkeit eines Wanderers durch die nordschwedische Landschaft, Hammarskjölds Lieblinsgegend, Spiegel seiner großen inneren Weite. Hier schreitet jemand durch einen Kosmos aus Nacht, Licht, Wind, Schweigen, Demut und Glauben, immer unter dem Gebot des heraklitschen „Erkenne dich selbst“ – und prüfe dich, ob du den Verantwortungen des Lebens gewachsen bist.Anregungen hatte der Philosoph in Hammarskjöld aus Martin Buber oder Saint-John Perse erhalten, die er ins Schwedische übertrug, und aus östlichen Religionen.Beschwörend viele Eintragungen. „Wie ermüdend, in der Rolle, die die unsere ist, zu einer Rolle gezwungen zu werden, die nicht die unsere ist: als den, der du im Innersten sein musst, um deine Ausgabe zu erfüllen, darfst du dich nicht zeigen – damit man dir gestatte, sie zu erfüllen.“Unter der Dialektik des Innen und Außen stehen die Notizen durchgehend: Das Innen, das man nicht zeigt, und das Außen, ob als Vorsitzender des leitenden Konsortiums der schwedischen Reichsbank, was Hammarskjöld in den frühen 40er-Jahren war, oder als UN-Generalsekretär. „Wir tragen in uns die Wunder, die wir außerhalb suchen.“Pascal, der große französische Mystiker, scheint Pate zu stehen: an die 100 der 600 Eintragungen kreisen um Gott und die Suche nach Orientierung. Hammarskjöld selber verstand seine Notate als „eine Art Weißbuch meiner Verhandlungen mit mir selbst – und mit Gott“, wie er an Leif Belfrage, einen engen Freund, schrieb, „das einzig richtige Profil, das man (über mich) schreiben könnte.“Das Logbuch einer geistigen Askese. Es richtet strenge Worte an sich und die Moderne: „Lass nie den Erfolg seine Leere verbergen, die Leistung ihre Wertlosigkeit, das Arbeitsleben seine Öde. Behalte den Sporn, um weiter zu kommen, den Schmerz in der Seele, der uns über uns selber hinaustreibt.“W. H. Auden schrieb im Vorwort zur englischen Ausgabe von „Zeichen am Weg“: „Es ist ein historisches Dokument erster Ordnung, der Versuch eines Mannes der beruflichen Aktion, die Vita activa und die Vita contemplativa zu einem Leben zu vereinen.“In der „Friedenskapelle“ des Domes zu Uppsala trägt der im Boden eingelassene Gedenkstein an Dag Hammarskjöld diese Notiz aus „Vägmärken“: „Nicht ich, sondern Gott in mir“. Ein UN-Generalsekretär, wie es keinen mehr geben wird, in einer Welt, die nach Gott immer weniger fahndet.

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Großes internationales Register für stabile koronare Herzkrankheit zeigt, dass viele Patienten eine zu hohe Ruheherzfrequenz haben

Posted on 25. September 2011 by admin
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Paris (ots/PRNewswire) -
Die Ergebnisse des CLARIFY-Registers, dem grössten internationalen Register, das je für ambulante Patienten mit stabiler koronarer Herzkrankheit (KHK) angelegt wurde, zeigen, dass trotz des sehr weiten Einsatzes von beta-Blockern ein Drittel der KHK-Patienten eine Ruheherzfrequenz von 70 bpm (Schläge/min. – engl. beats per minute)[1] aufwies. Das ist eine Herzfrequenz, die nachweislich mit einer höheren Prävalenz und Schwere von Angina pectoris und Herzinfarkten in Verbindung steht.[2] Die Ergebnisse des CLARIFY Registers, das mehr als 30.000 Patienten aus 45 Ländern weltweit einschliesst, werden heute auf dem Kongress der European Society of Cardiology (dt.: Europäische Kardiologengesellschaft) vorgestellt.
Die KHK ist weiterhin die weltweit führende Todesursache.[3] Ein besseres Verständnis für die Behandlung und Beschwerden dieser Patienten ist von höchster Bedeutung für eine Reduktion der Krankheitsbelastung.
Das CLARIFY Register (ProspeCtive observational LongitudinAl RegIstry oF patients with stable coronary arterY disease) wurde zur Erweiterung unseres Wissens und Verständnisses bezüglich der KHK erstellt und beinhaltet zudem die Untersuchung zur Rolle der Herzfrequenz bei der Prognose von KHK-Patienten. Das Register soll die Behandlung des Krankheitsbildes der KHK verbessern, in dem Lücken zwischen bestehenden Evidenzen und tatsächlicher Praxis ermittelt werden.
33.649 Patienten sind weltweit zwischen November 2009 und Juli 2010 in CLARIFY eingeschlossen worden. Das Durchschnittsalter der Patienten, von denen 77,5% Männer waren, lag bei 64plus or minus11 Jahren. Die durchschnittliche Herzfrequenz lag bei 68,3plus or minus10,6 bpm, während die EKG-abgeleitete Herzfrequenz 67,2plus or minus11,5 bpm betrug. 44% der Patienten wiesen eine Ruheherzfrequenz von greater than or equal to 70 bpm auf. Darüber hinaus wurde davon unabhängig in bereinigten Analysen eine Herzfrequenz von >70 bpm mit einer höheren Prävalenz und Schwere von Angina pectoris Anfällen verbunden, sowie mit einem häufigeren Nachweis von Ischämien.
“Wir wissen seit einigen Jahren, dass die Herzfrequenz ein potenziell wichtiger Risikofaktor für die KHK ist, jedoch gab es bisher relativ wenig Informationen bezüglich der Herzfrequenz von ambulanten KHK-Patienten,” sagt der CLARIFY-Vorsitzende Professor Gabriel Steg vom Hôpital Bichat Paris, Frankreich. “Wir können nun zum ersten mal sehen, dass viele KHK-Patienten viel zu hohe Ruheherzfrequenzen aufweisen. Auswertungen von CLARIFY und andere externe Evidenzen früherer Quellen zeigen, dass dies mit schlechterer Symptomatik und schlechterem klinischen Ausgang assoziiert ist. Diese Ergebnisse lassen vermuten, dass eine strengere Einstellung der Ruheherzfrequenz mit Hilfe von frequenzsenkenden Medikamenten, KHK-Patienten durch eine verbesserte Kontrolle der Symptome und eine Verbesserung des klinischen Ausgangs nützen kann.”
Aspirin und Statine wurden von mehr als 90% und beta-Blocker von 75% der Patienten eingenommen, was auf eine weite Verbreitung einer evidenzbasierten Medikation zur Sekundärprävention hinweist. “Es ist sehr ermutigend zu sehen, dass die Mehrheit der KHK-Patienten eine Behandlung erhält, die den Leitlinien entspricht,” sagt Prof. Steg. “Die Ergebnisse, die heute präsentiert wurden, sind nur der Anfang – CLARIFY hat einen fünfjährigen prospektiven Beobachtungszeitraum, und wir werden jedes Jahr wichtige neue Erkenntnisse gewinnen.
Das CLARIFY-Register wird durch einen educational grant von Servier finanziert. Die Daten werden am Robertson Centre for Biostatistics in Glasgow, Vereinigtes Königreich, unter der Führung von Prof. Ian Ford gesammelt und ausgewertet. Die Studie selbst wird unter der Leitung eines akademischen Lenkungsausschusses unter dem Vorsitz von Prof. P. G. Steg durchgeführt.
Hinweise an Herausgeber
Koronare Arterienkrankheit (KHK)
Die koronare Herzkrankheit, auch bekannt unter der Bezeichnung ischämische Herzkrankheit, ist die häufigste aller Herzkrankheiten. Die KHK ist die häufigste Todesursache weltweit und wird es, Prognosen zufolge, auch in den nächsten 20 Jahren bleiben.[3] Jährlich sterben ungefähr 3,8 Millionen Männer und 3,4 Millionen Frauen an KHK[4] und 2020 wird die Krankheit Schätzungen zufolge für insgesamt 11,1 Millionen Todesfälle pro Jahr weltweit verantwortlich sein.[3]
Eine KHK kann jahrelang unentdeckt bleiben und sich dann plötzlich als akuter Herzinfarkt äussern. Auch wenn die KHK eine schleichend verlaufende Krankheit sein kann, so leidet doch die Mehrheit der Patienten an Symptomen. Eine KHK verursacht bei körperlicher Betätigung und anderen Faktoren Angina-pectoris Brustschmerzen und kann zu Herzinsuffizienz führen, was die Lebensqualität erheblich beeinträchtigt. Trotz Veränderungen des Lebensstils und Fortschritten im medizinischen Bereich bleibt die KHK ein weltweites Gesundheitsproblem, und das Bedürfnis nach neuen und wirksamen präventiven Behandlungsmassnahme ist gross.
Patientenregister für Herz- und Gefässkrankheiten
Der Zugang zu Daten (bzgl. der Therapieformen, Interventionsformen, Behandlungsmethoden und Ergebnisse bei der grösstmöglichen Anzahl von Patienten) ist wertvoll, wenn man auf die Definition eines Goldstandards für die Behandlung von kardiovaskulären Krankheiten hinarbeiten möchte. Patientenregister (prospektive Gesundheitsumfragen) sind eine der wichtigsten Quellen für solche Daten.
Literaturhinweise
[1] Steg G. Heart rate, anginal symptoms, and the use of beta-blockers in stable coronary artery disease outpatients. The CLARIFY registry. ESC 2011, Abstract number 2092.
[2] Fox K, Ford I, Steg PG, Tendera M, Robertson M, Ferrari R; BEAUTIFUL Investigators. Heart rate as a prognostic risk factor in patients with coronary artery disease and left-ventricular systolic dysfunction (BEAUTIFUL): a subgroup analysis of a randomised controlled trial. Lancet. 2008;372:817-821.
[3] Mathers CD, Loncar D. Projections of global mortality and burden of disease from 2002 to 2030. PLoS Med. 2006;3:e442.
[4] WHO. The global burden of disease: 2004 update. Erhältlich unter: http://www.who.int/healthinfo/global_burden_disease/2004_repor t_update/en/index.html .
Originaltext: Servier Digitale Medienmappe: http://www.presseportal.ch/de/pm/100007410 Medienmappe via RSS : http://www.presseportal.ch/de/rss/pm_100007410.rss2
Pressekontakt: Für weitere Informationen kontaktieren Sie bitte: Medienanfragen: Ben Stewart, Tonic Life Communications, ben.stewart@toniclc.com, +44-(0)207-798-9910. Laura Craggs, Tonic Life Communications, laura.craggs@toniclc.com, +44-(0)207-798-9910

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PHOENIX-Sendeplan für Montag, 19.09.2011 Tages-Tipps: ab 09:00 Reaktionen auf den Wahlausgang zum Berliner Abgeordnetenhaus zum Gesetz zur Reform des Euro-Rettungsschirms

Posted on 25. September 2011 by admin
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Bonn (ots) – ab 16:25 Sitzung des Haushaltsausschusses des Deutschen Bundestages: Haupt-Expertenanhörung zum Gesetz zur Reform des Euro-Rettungsschirms/ab 20:15 Unterwegs in Amerika (3/5 und 4/5) _____________________________________________________________________
05:15
Der Knochenjäger Gewalt am Nil Film von Marcelo Lopes, PHOENIX / Discovery/2008
06:00
Der Knochenjäger Die Schädel von Palau Film von Jonathan Moore, Erik Christensen, Marcelo Lopes, Shane Ross, PHOENIX / Discovery/2008In Mikronesien haben Archäologen einen 3000 Jahre alten Schädel entdeckt, der von seinem Körper getrennt worden ist. Für Scotty Moore beginnt eine elektrisierende Suche nach dem Mörder dieses gefallenen Helden. Er findet Beweise für lange vergessene religiöse Zeremonien und Menschenopfer, die seit Tausenden von Jahren dort verborgen gelegen haben.
06:45
Der Knochenjäger Der Geist der Korallenkönigin Film von Jonathan Moor, Travis Rust, PHOENIX / Discovery/2008
07:25
Mit Truckern durch die USA Film von Klaus Scherer, PHOENIX / NDR/2007
07:30
Unterwegs in Amerika 1/5: Von New York zu den Niagarafällen Film von Petra Haffter, RBB / NDR/2008
08:15
Unterwegs in Amerika 2/5: Durch den Mittleren Westen bis nach Utah Film von Petra Haffter, RBB / NDR/2008
09:00
Tages-Tipp Reaktionen auf den Wahlausgang zum Berliner Abgeordnetenhaus Berlin
darin:
Reaktionen auf den Wahlausgang zum Berliner Abgeordnetenhaus mit den Pressekonferenzen der Parteien
11:45
Statements von Sigmar Gabriel (Parteivorsitzender, SPD) und Klaus Wowereit (Spitzenkandidat Berlin und Regierender Bürgermeister, SPD) Berlin
12:30
Pressekonferenz mit Cem Özdemir (Parteivorsitzender, Bündnis 90/Die Grünen) und Renate Künast (Fraktionsvorsitzende und Spitzenkandidatin Berlin, Bündnis 90/Die Grünen) Berlin
13:00
Pressekonferenz mit Klaus Ernst (Parteivorsitzender, Die Linke) und Gesine Lötzsch (Parteivorsitzende, Die Linke) Berlin
13:30
Pressekonferenz u.a. mit Hermann Gröhe (Generalsekretär, CDU) und Frank Henkel (Spitzenkandidat) Berlin
14:00
Pressekonferenz mit Philipp Rösler (Bundesvorsitzender, FDP) Berlin
14:15
Strom ohne Atom Wie wir den Ausstieg schaffen Film von Tilman Achtnich, Stefan Maier, Claus Hanischdörfer, Hanspeter Michel, Thomas Reutter, SWR/2011So viel Energie steckte noch nie in der Diskussion um die Zukunft. Die Frage ist nicht mehr, ob wir die Atomkraftwerke abschalten können, sondern wie und wie schnell. 2022, 2020? Oder gar 2015, wie Gutachten renommierter Experten nahelegen.
15:00
Reaktionen auf den Wahlausgang zum Berliner Abgeordnetenhaus
16:25
Tages-Tipp Sitzung des Haushaltsausschusses des Deutschen Bundestages: Haupt-Expertenanhörung zum Gesetz zur Reform des Euro-Rettungsschirms u.a. mit folgenden Sachverständigen: Jens Weidmann (Präsident der Deutschen Bundesbank), Klaus Regling (Geschäftsführer der Europäischen Finanzstabilisierungsfazilität, EFSF) und Prof. Rudolf Hickel (Universität Bremen) Berlin: Dt. Bundestag
16:45
GÜNTHER JAUCH Die schwarz-gelbe Pleite! – Kann diese Regierung noch den Euro retten? Mit Philipp Rösler (FDP, Bundeswirtschaftsminister und Parteivorsitzender), Norbert Röttgen (CDU, Bundesumweltminister und stv. Parteivorsitzender), Klaus Wowereit (SPD, Regierender Bürgermeister von Berlin und stv. Parteivorsitzender), Beatrice Weder di Mauro (Volkswirtin und eine der fünf “Wirtschaftsweisen”) und Dirk Müller (Börsenhändler). (VPS 16:30)
17:45
Aktuelles
darin:
Reaktionen auf den Wahlausgang in Berlin Berlin
18:00
Omas neue Polin Pflege rund um die Uhr Film von Petra Cyrus, RBB/2011 Für Gisela Müller stand immer fest: Ihre Mutter schickt sie nicht ins Altersheim. Als es soweit war, gab sie ihre Arbeit als Berufsschullehrerin auf und übernahm die Pflege selbst. Nach zweieinhalb Jahren musste sie aufgeben. Ihre Gesundheit hatte gelitten und ihren Ehemann sah sie kaum noch. Die Familie stellte daraufhin eine Betreuerin aus Polen ein.
18:30
Chodorkowskij – Ein russischer Prozess Film von Ina Ruck, PHOENIX/2011 Das Urteil: Schuldig. Auch im zweiten Prozess gegen den ehemaligen Ölmagnaten Michail Chodorkowskij blieb der Kreml hart und der russische Rechtsstaat auf der Strecke. Sibirien, Straflager, Dauer 13 Jahre – so geht die Führung in Russland mit denen um, die sie für Staatsfeinde und damit für gefährlich hält.
19:15
UNTER DEN LINDEN Berlin hat gewählt – Wie geht’s weiter im Bund? Moderation: Michael Hirz Gäste: u.a. Roland Tichy, Chefredakteur Wirtschaftswoche
20:00
TAGESSCHAU (ARD) mit Gebärdensprache
20:15
Tages-Tipp Unterwegs in Amerika 3/5: Von Nevada an die kalifornische Küste Film von Petra Haffter, RBB/2008 Auf der Suche nach Geld und Glück: Wie einst die Goldgräber beim großen Goldrausch, die Eisenbahnarbeiter, die das Land erschlossen, oder die Siedler mit den großen Trecks strömen auch jetzt wieder Glücksritter nach Nevada und Kalifornien. Heute sind es Immobilienmakler, Anlageberater, Börsengewinnler, Entertainer und Aussteiger.
21:00
Unterwegs in Amerika 4/5: Von Kalifornien nach Texas Film von Petra Haffter, RBB/2008 In der Mojawewüste gibt es nicht nur Kojoten und Kakteen. In 29 Palms, einer alten Oase, liegt versteckt ein romantisches Paradies, in dem Jane Smith und ihre Eltern die Überreste einer alten Minenstadt in ein Motel verwandelt haben.
21:45
HEUTE-JOURNAL (ZDF) mit Gebärdensprache
22:15
UNTER DEN LINDEN Berlin hat gewählt – Wie geht’s weiter im Bund? Moderation: Michael Hirz Gäste: u.a. Roland Tichy, Chefredakteur Wirtschaftswoche
23:00
DER TAG u.a. Reaktionen auf den Wahlausgang zum Berliner Abgeordnetenhaus Moderation: Michael Krons
00:00
UNTER DEN LINDEN Berlin hat gewählt – Wie geht’s weiter im Bund? Moderation: Michael Hirz Gäste: u.a. Roland Tichy, Chefredakteur Wirtschaftswoche
THEMA: Auf Leben und Tod
00:45
Auf Leben und Tod – Sternstunden der Medizin 1/4 Tödliche Keime Film von Christian Feyerabend, Daniela Gieseler, WDR/2004 Die Reihe rekapituliert die großen Momente der Medizingeschichte und den Kampf der Ärzte und Forscher gegen Krankheit und Tod. Entscheidend für die Erfolgsgeschichte der Medizin ist – neben der Hygiene – die Entdeckung der Immunisierung.
01:30
Auf Leben und Tod – Sternstunden der Medizin 2/4 Risiko Operation Film von Christian Feyerabend, Daniela Gieseler, WDR/2004 Von den großen Entdeckungen der Anatomie und der Revolution in der Chirurgie durch Narkose und Ligatur berichtet diese Folge. Die Entschlüsselung der Sexualhormone Östrogen und Gestagen schuf die Grundlage für die Entwicklung der Anti-Baby-Pille.
02:10
Auf Leben und Tod – Sternstunden der Medizin 3/4 Sichere Diagnosen Film von Christian Feyerabend, Daniela Gieseler, WDR/2004 Häufig führen geniale Einsichten und hartnäckiges Forschen zu medizinischen Fortschritten, manchmal aber auch der pure Zufall, wie die Entdeckung des Penicillins durch den Briten Alexander Fleming. Ein weiterer Meilenstein der Medizin: Die Entdeckung der Blutgruppen durch den Wiener Serologen Karl Landsteiner.
02:55
Auf Leben und Tod – Sternstunden der Medizin 4/4 Umstrittene Therapien Film von Christian Feyerabend, Daniela Gieseler, WDR/2004 Die Medizin kann auf beeindruckende Erfolge verweisen, die oft gegen heftige Widerstände errungen wurden. Der letzte Teil der Reihe erzählt von Krankheiten, denen Ärzte und Forscher bis heute machtlos gegenüber stehen.
Ende THEMA: Auf Leben und Tod
03:40
Logbuch der Schöpfung Die Macht der Mütter Film von Volker Arzt, ZDF/2001
04:25
Logbuch der Schöpfung Vertreibung der Finsternis Film von Volker Arzt, ZDF/2001
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Reserve-Kanzlerin von der Leyen provoziert Merkel

Posted on 25. September 2011 by admin
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Die Arbeitsministerin fährt in der Euro-Krise eine gewagte Doppelstrategie und lässt ihre Zustimmung zum Rettungsschirm offen. Kanzlerin Merkel ist sauer.Das Bundeskabinett will der Erweiterung des Euro-Rettungsschirmes zustimmen – auch Ministerin Ursula von der Leyen wird dafür ihre Hand heben. Dabei hat die wohl ambitionierteste deutsche Politikerin in den vergangenen Tagen keine Gelegenheit ausgelassen, um öffentlich zu machen, dass sie in Sachen Europa einiges ganz anders sieht als ihre Kabinettskollegen – und auch als die Bundeskanzlerin.Am Montagabend eskalierte der Konflikt endgültig: In der sogenannten Staatssekretärsrunde, die routinemäßig die Kabinettssitzung am Mittwoch vorbereitet, wurde die Erweiterung des Euro-Rettungsschirmes aufgerufen. Überraschend meldete sich Leyens Staatssekretär Gerd Hoofe zu Wort: Er könne die Zustimmung seiner Ministerin nicht zusagen.Ein Paukenschlag, der den die Sitzung leitenden Kanzleramtsminister Ronald Pofalla (CDU) völlig überraschte. Hoofe führte aus, die zur Abstimmung stehenden Gesetzentwürfe seien den Ministerien erst am Sonntagabend zugeleitet worden. Sein Haus habe aber noch Fragen gehabt und diese umgehend an das zuständige Finanzministerium geschickt – bis zum Beginn der Sitzung am Montag seien sie jedoch unbeantwortet geblieben.Merkel-Mann Pofalla reagierte darauf nach Angaben eines Teilnehmers „sauer“ und geriet in einen heftigen Wortwechsel mit Leyens Staatssekretär. Die Situation sei schließlich dadurch gelöst worden, dass der Staatssekretär aus dem Finanzministerium, Jörg Asmussen, anbot, die Fragen aus dem Arbeitsministerium nun sofort mündlich zu beantworten. Nach Asmussens Antworten habe sich Hoofe zufrieden gezeigt und den Zustimmungsvorbehalt zurückgezogen.Doch damit war die Angelegenheit noch nicht ausgestanden. Denn die Geschichte vom Kabinettsvorbehalt wegen unbeantworteter Fragen landete am nächsten Tag in der „Leipziger Volkszeitung“ – nicht zufällig, wie in der Regierung vermutet wird: Leyen habe den Eklat vielmehr erst organisiert und dann kommunizieren lassen, um ihrem Bild als Europapolitikerin eine weitere Facette hinzuzufügen.An diesem Bild malt die eigentlich gar nicht zuständige Arbeitsministerin schon länger: Zum ersten Mal trat Leyen in diesem Sommer mit einem leidenschaftlichen Zeitschriftenbeitrag als Europäerin auf. Dann ließ sie sich in eine Kommission bitten, die für den CDU-Parteitag im November einen Leitantrag zum Thema Europa vorbereiten soll.So weit bewegte sich Leyen im Bereich von Absprachen. Die CDU hat eingesehen, dass die lange vermiedene Debatte über Europa offen geführt werden muss. Doch Leyen engagiert sich darüber hinaus: Am Wochenende plädierte sie in einem Interview für die „Vereinigten Staaten von Europa“ als Ziel, davor hatte sie Sicherheiten für die deutschen Garantien an Griechenland gefordert.Ein seltsames Manöver: Schließlich dringt die Bundesregierung gegenüber Finnland gerade darauf, eine solche Forderung fallen zu lassen. Merkel machte auch sofort deutlich: Die Garantieforderung sei nicht Politik ihrer Regierung.Leyen fährt eine gewagte Doppelstrategie: Einerseits überhöht sie das Euro-Thema pathetisch und wirft damit ein Schlaglicht auf die von vielen beklagte mangelnde politische Führung der Kanzlerin. Andererseits spricht sie auch die Sorgen der Euro-Skeptiker an, indem sie dem in den Koalitionsfraktionen verbreiteten Unbehagen weitere Nahrung gibt, wo man mangelnde Sicherheiten und fehlende Informationen beklagt. Will sie also gleichzeitig mehr und weniger Europa? Für die Kanzlerin muss das wie ein Zangengriff wirken.In der Unionsfraktion, wo Leyen sowieso nicht populär ist, reagiert man auf diese Profilierung mit Wut: Der stellvertretende Vorsitzende Michael Meister nannte Leyens Ruf nach griechischem Pfand „fatal“. „Wenn jemand auf griechisches Gold als Sicherheit zugreifen will, heißt dies, ins Eigentumsrecht der Zentralbank einzugreifen. Dies ist ein massiver Angriff auf die Unabhängigkeit der Zentralbank“, polterte Meister. Leyen stört ihn dabei, den Abgeordneten die Zustimmung zu den neuen Befugnissen des Euro-Rettungsschirmes schmackhaft zu machen.Dazu stellte er den Parlamentariern bessere Mitspracherechte bei der Nutzung des Rettungsfonds in Aussicht. Wenn ein Land unter den Schirm muss, bestehende Hilfsmaßnahmen geändert werden oder wenn der Fonds mehr Geld benötigt, ist ein Beschluss des Bundestages nötig. Zudem soll der Haushaltsausschuss eine Kontrollfunktion übernehmen.Die Opposition schießt sich derweil auf die Arbeitsministerin mit Europa-Ambitionen ein. „Die diversen Absetzbewegungen von Ursula von der Leyen gegenüber ihrer Kanzlerin zeigen zweierlei“, meinte Hubertus Heil, der stellvertretende Vorsitzende der SPD-Fraktion, und er fügte hinzu: „Merkels Rückhalt in der CDU schwindet, und Ursula von der Leyens Ehrgeiz kennt weder Grenzen noch Verwandte.“

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QIAGEN entwickelt neues Begleitdiagnostikum für Leukämie-Präparat in klinischer Entwicklungsphase

Posted on 25. September 2011 by admin
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Hilden (ots) -
– QIAGENs Test zum Nachweis der JAK2 V617F-Mutation soll Identifikation geeigneter Patienten zur Behandlung mit Lillys “JAK2-Inhibitor” sowie Überwachung des Therapiefortschritts ermöglichen
– Lilly beteiligt sich an Entwicklung des therapiebegleitenden Tests
– Exklusiver Zugang zum JAK2-Biomarker ermöglicht QIAGEN künftigen Ausbau des Geschäfts mit Tests für weitere Wirkstoffe, die dieses Gen adressieren
QIAGEN (NASDAQ: QGEN; Frankfurt, Prime Standard: QIA) hat heute den Abschluss einer Kooperationsvereinbarung mit Eli Lilly and Company über die Entwicklung, Herstellung und Vermarktung eines molekularen Begleitdiagnostikums für einen neuen Wirkstoff von Lilly bekannt gegeben, der sich derzeit in einer frühen Phase der Entwicklung befindet. Finanzielle Details der Vereinbarung wurden nicht veröffentlicht.
Bei Lillys proprietärem Wirkstoff handelt es sich um einen sogenannten JAK2-Inhibitor. Der Wirkstoff zielt auf das Januskinase-2-Gen (JAK2) ab, das mit einer Reihe myeloproliferativer Erkrankungen assoziiert ist – unterschiedlichen Formen von Leukämie, die mit einem abnormen Wachstum von Blutzellen einhergehen.
Im Rahmen der Vereinbarung wird QIAGEN einen neuen therapiebegleitenden Test entwickeln, der sowohl qualitative als auch quantitative Ergebnisse für den JAK2 V617F-Biomarker liefert. Mithilfe des Tests soll bestimmt werden, welche Patienten am ehesten von einer Behandlung mit einem Inhibitor dieses Signalwegs profitieren. Die Partnerschaft umfasst die Entwicklung und Nutzung von QIAGENs JAK2-Test während klinischer Studien sowie die Produktion und gemeinsame Vermarktung des Begleitdiagnostikums zusammen mit Lillys Medikament.
Dank einer Vereinbarung mit dem französischen Diagnostikspezialisten Ipsogen verfügt QIAGEN über einen exklusiven Zugang zu dem JAK2-Biomarker. Ipsogen gilt als ein Pionier bei Tests für Leukämie und andere Blutkrebsarten, speziell für Anwendungen in den Bereichen Profiling und personalisierte Medizin. QIAGEN hatte im Juni ein Angebot zur vollständigen Übernahme des Unternehmens vorgelegt, der entsprechende Prozess dauert noch an. Dem JAK2-Biomarker wird im Hinblick auf die Bestimmung und Anleitung personalisierter Therapien ein hoher Stellenwert für die Entwicklung neuer Medikamente zugeschrieben. Er stellt daher ein bedeutendes Ziel von Forschungs- und Entwicklungsinitiativen in der pharmazeutischen Industrie dar.
“Die Zusammenarbeit mit Lilly ist ein deutlicher Beweis für QIAGENs umfassende Fähigkeiten in der therapiebegleitenden Diagnostik, bei Biomarkern und in der personalisierten Medizin”, sagte Dr. Stephen Little, Vice President Personalized Healthcare bei QIAGEN. “Wir freuen uns darauf, das Potenzial dieser innovativen Kombination aus diagnostischem Test und Medikament zur Entfaltung zu bringen, um den Behandlungsstandard für Leukämie-Patienten zu verbessern.”
QIAGEN bietet derzeit rund 20 Tests für Anwendungen in der personalisierten Medizin an und unterhält über 15 Partnerschaften mit pharmazeutischen Unternehmen zur Entwicklung therapiebegleitender Diagnostika.
Nachweisverfahren für die JAK2 V617F-Mutation existieren derzeit in Form selbstentwickelter Tests, die von klinischen Laboratorien angeboten werden. Der neue therapiebegleitende Test auf Basis der PCR-Technologie wird exklusiv durch QIAGEN vermarktet und mit QIAGENs Rotor-Gene Q® System kompatibel sein. QIAGEN beabsichtigt zudem die Einreichung eines Zulassungsantrags zur vollständigen Automatisierung des Verfahrens auf seinem QIAsymphony RGQ® – einer im vergangenen Jahr eingeführten modularen Plattform, die gesamte Arbeitsabläufe im Labor von der Verarbeitung der Proben bis zum finalen Testergebnis automatisiert.
Über QIAGEN:
QIAGEN N.V. ist eine niederländische Holdinggesellschaft und weltweit führender Anbieter von Probenvorbereitungs- und Testtechnologien. Probenvorbereitungstechnologien werden eingesetzt, um DNA, RNA und Proteine aus biologischen Proben wie Blut oder Gewebe zu isolieren und für die Analyse vorzubereiten. Testtechnologien werden eingesetzt, um solche isolierten Biomoleküle sichtbar zu machen. QIAGEN entwickelt Verbrauchsprodukte sowie Lösungen zu deren Automatisierung und verkauft seine Produkte weltweit an molekulardiagnostische Labore, die akademische Forschung, pharmazeutische und biotechnologische Unternehmen sowie an Kunden in Märkten für angewandte Testverfahren (u.a. Forensik, Veterinär- und Lebensmitteltestung, pharmazeutische Prozesskontrolle). QIAGENs Testtechnologien umfassen eines der weltweit breitesten Portfolios an molekulardiagnostischen Tests. Dieses beinhaltet auch den digene HPV Test, der als Goldstandard in der Erkennung von Hochrisiko-Typen der humanen Papillomaviren (HPV) gilt, der primären Ursache für die Entstehung von Gebärmutterhalskrebs. Zum Portfolio gehört auch eine breite Palette an Nachweisverfahren für Infektionskrankheiten sowie therapiebegleitende Diagnostika. QIAGEN beschäftigt weltweit rund 3.700 Mitarbeiter an über 35 Standorten. Weitere Informationen über QIAGEN finden Sie unter www.qiagen.com
Einige der Angaben in dieser Pressemitteilung können im Sinne von Paragraph 27A des U.S. Securities Act (US-Aktiengesetz) von 1933 in ergänzter Fassung und Paragraph 21E des U.S. Securities Exchange Act (US-Aktienhandelsgesetz) von 1934 in ergänzter Fassung als zukunftsgerichtete Aussagen (“forward-looking statements”) gelten. Soweit in dieser Meldung zukunftsgerichtete Aussagen über QIAGENs Produkte, Märkte, Strategie und insbesondere operative Ergebnisse gemacht werden, geschieht dies auf der Basis derzeitiger Erwartungen, die mit gewissen Unsicherheiten und Risiken verbunden sind. Dazu zählen unter anderem: Risiken im Zusammenhang mit Wachstumsmanagement und internationalen Geschäftsaktivitäten (einschließlich Auswirkungen von Währungsschwankungen und der Abhängigkeit von regulatorischen sowie Logistikprozessen), Schwankungen der Betriebsergebnisse und ihre Verteilung auf unsere Geschäftsfelder, die Entwicklung der Märkte für unsere Produkte (einschließlich angewandter Testverfahren, personalisierter Medizin, klinischer Forschung, Proteomik, Frauenheilkunde/ HPV-Testung und molekularer Diagnostik), Veränderung unserer Beziehungen zu Kunden, Lieferanten und strategischen Partnern, das Wettbewerbsumfeld, schneller oder unerwarteter technologischer Wandel, Schwankungen in der Nachfrage nach QIAGEN-Produkten (einschließlich allgemeiner wirtschaftlicher Entwicklungen, Höhe und Verfügbarkeit der Budgets unserer Kunden und sonstiger Faktoren), Möglichkeit die regulatorische Zulassung für unsere Produkte zu erhalten, Schwierigkeiten bei der Anpassung von QIAGENs Produkten an integrierte Lösungen und die Herstellung solcher Produkte, die Fähigkeit des Unternehmens neue Produktideen zu entwickeln, umzusetzen und sich von den Produkten der Wettbewerber abzuheben sowie vor dem Wettbewerb zu schützen, Marktakzeptanz neuer Produkte und die Integration akquirierter Geschäfte und Technologien. Weitere Informationen finden Sie in Berichten, die QIAGEN bei der U.S. Securities and Exchange Commission (US-Börsenaufsichtsbehörde) eingereicht hat.
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Kontakt: Public Relations: Dr. Thomas Theuringer Director Public Relations +49 2103 29 11826 +1 240 686 7425 Email: pr@qiagen.com www.twitter.com/qiagen
Investor Relations: John Gilardi VP Corporate Communications +49 2103 29 11711
Dr. Solveigh Maehler Director Investor Relations +49 2103 29 11710
Albert F. Fleury Investor Relations North America +1 301 944 7028
Email: ir@qiagen.com

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EANS-Adhoc: TeleTrader Software AG / Bericht zum 1.Halbjahr 2011 / TeleTrader hält Umsatz auf Vorjahresniveau, Investitionsvolumen mit 421 TEUR auf Rekordniveau, Konzernergebnis daher mit -349 TEUR negativ

Posted on 25. September 2011 by admin
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Ad-hoc-Mitteilung übermittelt durch euro adhoc mit dem Ziel einer europaweiten Verbreitung. Für den Inhalt ist der Emittent verantwortlich.
6-Monatsbericht
29.08.2011
Der Bericht zum 1.Halbjahr 2011 (30.6.2011) der TeleTrader Software AG kann ab sofort auf der Homepage der Gesellschaft (www.teletrader.com/company) sowie am Sitz der Gesellschaft, 1010 Wien, Salzgries 15, und bei der Österreichischen Kontrollbank AG, Securities Dep., 1010 Wien, Am Hof 4, bezogen werden.
Im ersten Halbjahr 2011 wurden Umsatzerlöse über rund 3,37 Mio. EUR verzeichnet. Dies liegt rund 1,3% unter den Vergleichswerten des Vorjahres und damit relativ stabil. Im Geschäftsbereich TeleTrader Professional Workstation liegen die Umsatzerlöse um knapp 2 % unter den Planwerten für 2011 und sollten damit die geplanten Erlöse für 2011 erreichen. Im Geschäftsfeld Web&Mobile musste TeleTrader aufgrund ausbleibender Projektaufträge einen Rückgang gegenüber dem Vorjahr um mehr als 6% hinnehmen, was die Planerfüllung für 2011 entsprechend schwieriger machen wird. Die Umsatzentwicklung im Geschäftsbereich Content-Providing hingegen ist weiter ansteigend, hier liegt TeleTrader um rund 3% über den Vorjahreswerten und in etwa auf dem geplanten Niveau. Ein wesentlicher Teil des Investitions- und Datenausbauprogramms sollte sich in diesem Geschäftsbereich in den kommenden Quartalen positiv auswirken. Das bereits im ersten Quartal begonnene massive Investitionsprogramm wurde im zweiten Quartals weiter fortgeführt, was zu einem Rekordinvestitionsvolumen in Höhe von 421 TEUR in 6 Monaten geführt hat. Diese Investitionen in die TeleTrader eigene Infrastruktur und das verfügbare Datenangebot haben die Kostenbasis von TeleTrader deutlich erhöht, weshalb weiterhin ein negatives Ergebnis (EGT) in Höhe von – 338 TEUR (Vj.: – 210 TEUR) ausgewiesen wird. Das Konzernergebnis weist mit – 349 TEUR ebenso einen Verlust aus (Vj.: – 223 TEUR). In diesen Ergebniszahlen ist die Bewertung der vorhandenen Goldbestände lediglich zum Anschaffungskurs enthalten, wodurch sich eine stille nicht ausgewiesene Reserve von 167 TEUR ergibt. Das umfassende Investitionsprogramm bei TeleTrader soll die Positionierung des Unternehmens als hochqualitativer Anbieter für Marktdaten und Finanzapplikationen auch in den nächsten Jahren sicherstellen.
Im ersten Halbjahr 2011 wurden zahlreiche Datenquellen auf eine höhere Qualitätsstufe gehoben, um der steigenden Kundenzahl, die bei unserem Standardprodukt TeleTrader Professional einen historischen Höchststand erreicht hat, bessere und umfangreichere Datenabdeckungen bieten zu können. Zusätzlich hat TeleTrader im zweiten Quartal 2011 begonnen, seine Aktivitäten im angloamerikanischen Raum auszubauen, weshalb das Unternehmen an den beiden führenden Technologiemessen für die Finanzindustrie in London und New York als Aussteller teilgenommen hat. Durch die steigende Präsenz in den entwickelten westlichen Märkten soll Umsatzwachstum generiert werden, das die erhöhte Kostenbasis finanzieren würde.
Rückfragehinweis: Mag. Roland Meier Tel.:15331656-0 mailto:roland.meier@teletrader.com
Ende der Mitteilung euro adhoc
Emittent: TeleTrader Software AG Salzgries 15 A-1010 Wien Telefon: +43(0)1 533 1656 FAX: +43(0)1 533 1656 20 Email: investor@teletrader.com WWW: www.teletrader.com Branche: Software ISIN: AT0000713854 Indizes: WBI, Standard Market Auction Börsen: Amtlicher Handel: Wien Sprache: Deutsch

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